Blutbiene Sphecodes spec.
Name
Sphecodes spec.
Familie
Halictidae (Furchenbienen)
Körpergröße
4–15 mm (je nach Art)
Merkmale
Blutbienen sind leicht an ihrer auffälligen Färbung zu erkennen: Der Hinterleib ist ganz oder teilweise leuchtend rot bis blutrот gefärbt – daher auch der treffende deutsche Name. Kopf und Thorax sind hingegen schwarz und meist dicht punktiert. Die Weibchen wirken oft gedrungen und kräftig gebaut, die Männchen sind in der Regel schlanker. Da sich die zahlreichen Arten innerhalb der Gattung Sphecodes sehr ähneln, ist eine sichere Artbestimmung häufig nur durch Spezialisten unter dem Mikroskop möglich.
Lebensraum
Blutbienen besiedeln ein breites Spektrum an Lebensräumen, sofern geeignete Wirtsbienen und Nistmöglichkeiten vorhanden sind. Sie kommen in Magerwiesen, Sandtrockenrasen, Waldrändern, Gärten und strukturreichen Kulturlandschaften vor. Als Parasitoide sind sie überall dort anzutreffen, wo ihre Wirtsarten leben. Die Flugzeit erstreckt sich je nach Art von April bis Oktober, wobei die meisten Arten ihren Schwerpunkt im Frühjahr und Frühsommer haben. Das vorliegende Exemplar wurde im Mai 2013 beim Hohen Holz bei Wunstorf beobachtet.
Besonderheiten
Blutbienen sind sogenannte Kleptoparasiten oder Brutparasiten: Die Weibchen legen ihre Eier heimlich in die bereits vorbereiteten Nester anderer Wildbienenarten, vor allem in jene von Furchenbienen (Halictus, Lasius) und verwandter Gattungen. Die eigene Larve überwältigt dann das Ei oder die Larve des Wirtes und verzehrt den eingelagerten Pollen. Blutbienen besitzen daher keinen Sammelapparat (Scopa) für Pollen. Weltweit sind über 300 Arten bekannt, allein in Mitteleuropa kommen mehrere Dutzend Arten vor. Einige Arten gelten als gefährdet, da sie auf seltene Wirtsbienenarten angewiesen sind und empfindlich auf den Verlust blütenreicher Lebensräume reagieren.