Hahnenfuß-Scherenbiene (Chelostoma florisomne)

Hahnenfuß-Scherenbiene Chelostoma florisomne Männchen

Name

Hahnenfuß-Scherenbiene (Chelostoma florisomne)

Familie

Megachilidae (Blattschneiderbienen)

Körpergröße

7–11 mm (Körperlänge)

Merkmale

Die Hahnenfuß-Scherenbiene ist eine schlanke, wespenartig wirkende Wildbiene mit auffällig schmaler, langgestreckter Körperform – typisch für die Gattung Chelostoma. Die Grundfärbung ist schwarz, der Körper ist mit hellen, gelblich-weißen Haarbinden auf dem Hinterleib gezeichnet. Männchen besitzen charakteristische verlängerte Mandibeln (Scheren), die der Art ihren deutschen Namen geben. Die Bauchseite der Weibchen trägt eine dichte Bauchbürste (Scopa) zur Pollensammlung, die bei blütenbesuchenden Tieren leuchtend gelb von Hahnenfußpollen gefärbt sein kann.

Lebensraum

Die Hahnenfuß-Scherenbiene besiedelt vielfältige Lebensräume, sofern dort Hahnenfußgewächse (Ranunculus) als Nahrungsquelle wachsen: extensiv genutzte Wiesen, Feuchtwiesen, Gärten, Waldränder und gewässernahe Bereiche. Zum Nisten benötigt sie Totholz mit vorhandenen Bohrgängen, abgestorbene Stängel oder auch Nisthilfen mit geeigneten Hohlräumen. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Juli, mit dem Hauptvorkommen im Mai und Juni.

Besonderheiten

Die Art zählt zu den oligolektischen Wildbienen – sie sammelt Pollen ausschließlich bei Hahnenfußgewächsen (Ranunculus spp.) und ist damit auf das Vorkommen dieser Pflanzen angewiesen. Jede Brutzelle wird mit einem Pollen-Nektar-Gemisch versorgt und anschließend mit Lehm verschlossen. Natürlicher Feind ist die Keulenwespe Sapyga clavicornis, die als Kuckucksparasit die Brutzellen der Scherenbiene befällt und deren Larven tötet. Trotz spezialisierter Lebensweise gilt die Art in Deutschland aktuell als nicht gefährdet und profitiert von Blühwiesen sowie dem zunehmenden Angebot an Insektenhotels mit geeigneten Niströhren.