Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis)
Name
Rostrote Mauerbiene (Osmia bicornis)
Familie
Megachilidae (Blattschneiderbienen)
Körpergröße
Männchen 8–11 mm, Weibchen 13–18 mm
Merkmale
Die Rostrote Mauerbiene zeigt einen deutlichen Geschlechtsdimorphismus. Männchen sind mit 8–11 mm merklich kleiner als Weibchen (13–18 mm) und besitzen eine auffällig helle, gelblich-weiße Gesichtsbehaarung sowie ungewöhnlich lange Fühler. Weibchen hingegen tragen eine schwarze Gesichtsbehaarung und zwei markante, nach vorne gerichtete Hörner auf dem Kopfschild – namensgebend für die Art (lateinisch: bicornis = zweihörnig). Der Körper beider Geschlechter ist dicht rostrot behaart, was der Art ihren deutschen Namen verleiht. Die Bauchseite der Weibchen trägt die typische Bauchbürste (Scopa) zur Pollenernte.
Lebensraum
Die Rostrote Mauerbiene besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen: Waldränder, Streuobstwiesen, Gärten und Siedlungsbereiche gehören ebenso dazu wie strukturreiche Agrarlandschaften. Als Höhlenbrüterin nutzt sie natürliche Hohlräume in morschem Holz, Hohlstängeln, Ritzen in Mauern oder künstliche Nisthilfen (Insektenhotels). Die Flugzeit beginnt früh im Jahr: Männchen erscheinen ab März und sind meist bis Ende April anzutreffen, Weibchen fliegen von März bis Juni.
Besonderheiten
Die Rostrote Mauerbiene ist eine solitär lebende Wildbiene und gilt als wichtige Bestäuberin, besonders im Obst- und Gemüseanbau. Sie ist polylektisch, sammelt also Pollen von verschiedenen Pflanzenarten. Die Nistzellen werden mit Pollen und Nektar versorgt und anschließend mit Lehm oder Schlamm versiegelt.