Gelbe Wespenbiene (Nomada cf. flava)
Name
Gelbe Wespenbiene (Nomada flava)
Familie
Apidae (Echte Bienen)
Körpergröße
8–12 mm Körperlänge
Merkmale
Die Gelbe Wespenbiene trägt ihren Namen zu Recht: Ihr schlanker, weitgehend unbehaarter Körper ist auffällig gelb-schwarz gezeichnet und erinnert stark an eine Wespe. Der Hinterleib zeigt breite gelbe Querbinden auf schwarzem Grund, das Gesicht ist überwiegend gelb gefärbt. Die Beine sind gelblich bis rötlich. Da die Art keinen Pollen sammelt, fehlt ihr der typische Sammelapparat (Scopae) der meisten Wildbienen. Weibchen und Männchen ähneln sich in der Grundfärbung, Weibchen sind jedoch etwas kräftiger gebaut.
Lebensraum
Die Gelbe Wespenbiene besiedelt vor allem Lebensräume, in denen ihre Wirte vorkommen: sandige Böden, Lössböden, Wegränder, Gärten, Streuobstwiesen und halboffene Kulturlandschaften. Als Kleptoparasit ist sie räumlich eng an die Nester ihrer Wirte gebunden. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis Juni, mit einem Schwerpunkt im Frühjahr.
Besonderheiten
Nomada flava ist ein sogenannter Kleptoparasit: Die Weibchen schmuggeln ihre Eier in die fertigen Nester verschiedener Sandbienen der Gattung Andrena, bevorzugt in jene von Andrena nitida und Andrena carantonica. Die geschlüpfte Larve tötet zunächst das Wirtsei und frisst anschließend den eingelagerten Pollenvorrat. Nomada-Weibchen produzieren Körpersekrete, die den Nestgeruch der Wirtin imitieren und so die Entdeckung erschweren. Verwechslungsgefahr besteht mit der sehr ähnlichen Nomada signata, die sich von Nomada flava vor allem durch Details der Färbung und Punktierung unterscheidet. Eine sichere Bestimmung erfordert oft die genaue Prüfung unter der Lupe.