Gebänderte Furchenbiene (Halictus tumulorum)

Gebänderte Furchenbiene Halictus tumulorum

Name

Gebänderte Furchenbiene (Halictus tumulorum)

Familie

Halictidae (Furchenbienen)

Körpergröße

Körperlänge 6–8 mm

Merkmale

Die Gebänderte Furchenbiene ist eine kleine bis mittelgroße Wildbiene mit dem für Furchenbienen typischen Längskiel auf dem letzten Hinterleibssegment. Der Körper ist dunkel gefärbt, wobei die Tergite des Hinterleibs helle, gelblich-weißliche Haarbinden aufweisen – daher der deutsche Name. Die Weibchen besitzen an den Hinterbeinen Sammelhaare (Scopae) zur Pollentransport. Männchen und Weibchen unterscheiden sich deutlich in der Körpergröße, wobei Männchen etwas schlanker wirken.

Lebensraum

Halictus tumulorum ist eine sehr anpassungsfähige Art, die vielfältige Lebensräume besiedelt: Waldränder, Gärten, Hecken-Biotope, Wiesen und Ruderalflächen. Die Weibchen graben ihre Nester bevorzugt in vegetationsarme, grabbaren Böden, oft an besonnten Stellen wie Wegrändern oder Böschungen. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis August. Die Art ist beim Blütenbesuch wenig wählerisch und nutzt ein breites Spektrum an Nektarpflanzen verschiedener Pflanzenfamilien.

Besonderheiten

Halictus tumulorum gilt als eusoziale oder primitiv-soziale Bienenart: Die überwinternden Weibchen gründen im Frühjahr zunächst allein ein Nest, bevor eine erste Tochtergeneration als Arbeiterinnen schlüpft und beim Nestbau hilft. Dieses Verhalten steht zwischen Solitär- und Staatenbienen und macht die Art wissenschaftlich besonders interessant. Dank ihrer Anspruchslosigkeit gegenüber Lebensraum und Nahrungspflanzen ist sie noch weit verbreitet und häufig – in Zeiten des allgemeinen Rückgangs von Wildbienen eine erfreuliche Ausnahme. Verwechslungen sind mit anderen Halictus-Arten möglich, etwa Halictus rubicundus oder Halictus scabiosae, weshalb zur sicheren Bestimmung oft eine genaue Untersuchung nötig ist.