Graue Sandbiene (Andrena cineraria)

Graue Sandbiene Andrena cineraria

Name

Graue Sandbiene (Andrena cineraria)

Familie

Andrenidae (Sandbienen)

Körpergröße

Körperlänge 10–15 mm

Merkmale

Die Graue Sandbiene ist eine auffällig gezeichnete Wildbienenart. Die Weibchen tragen am Thorax markante hellgraue bis weißliche Haarbinden, während der Hinterleib überwiegend schwarz erscheint und ebenfalls helle Haarbinden an den Hinterrändern der Tergite aufweist. Der übrige Körper ist überwiegend schwarz und glänzend. Männchen sind etwas schlanker und kleiner als Weibchen; sie besitzen auffällige helle Gesichtshaare und ebenfalls graue Behaarung am Thorax. Die Beine der Weibchen sind mit langen Sammelhaaren (Scopa) an den Hinterbeinen ausgestattet, mit denen Pollen transportiert wird.

Lebensraum

Die Graue Sandbiene besiedelt bevorzugt offene und halboffene Lebensräume mit grabbarem, sandigem oder lockerem Boden: Sandgruben, Waldränder, Wegränder, Magerwiesen, Gärten und Ruderalflächen. Sie ist eine der häufigsten Frühjahrsbienen Mitteleuropas. Die Flugzeit erstreckt sich von April bis Mai, wobei die Art nur eine Generation pro Jahr ausbildet (univoltin).

Besonderheiten

Die Graue Sandbiene ist auch unter dem Namen Grauschwarze Düstersandbiene bekannt. Sie ist eine solitäre Wildbienenart, die jedoch häufig in lockeren Aggregationen nistet – viele Weibchen graben ihre bis zu 25 cm tiefen Erdnester nahe beieinander, ohne jedoch echte Kolonien zu bilden. Pro Brutzelle legt das Weibchen ein Ei und einen Pollenvorrat ab. Als Nahrungsquellen werden verschiedene Pflanzen genutzt, darunter Doldengewächse, Rosengewächse, Hahnenfuß und Kreuzblütler. Andrena cineraria gilt als wichtige Bestäuberin im Frühjahr. Sie wird häufig von der Wespenbiene Nomada lathburiana als Kuckucksbiene parasitiert, die ihre Eier in die Nester der Sandbiene schmuggelt. In Deutschland ist die Art weit verbreitet und derzeit nicht gefährdet.