Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes)
Name
Gewöhnliche Bindensandbiene (Andrena flavipes)
Familie
Andrenidae (Sandbienen)
Körpergröße
Körperlänge 9–14 mm
Merkmale
Die Gewöhnliche Bindensandbiene ist eine mittelgroße Wildbiene mit einer Körperlänge von 9 bis 14 mm. Ihr Name verweist auf das auffälligste Merkmal: helle, gelblich-weiße Haarbinden, die sich über die Hinterleibssegmente ziehen. Der Thorax ist bei Weibchen dicht orangebraun behaart, während Männchen eine hellere, gelblichere Behaarung aufweisen. Der Hinterleib ist überwiegend schwarz mit deutlichem Bänderungsmuster. Weibchen besitzen an den Hinterbeinen ausgeprägte Sammelhaare (Scopae) zum Pollentransport.
Lebensraum
Andrena flavipes bevorzugt sandige, warme Lebensräume und ist an Waldrändern, in Sandgruben, auf Ruderalflächen sowie in Heide-Biotopen anzutreffen. Die Nester werden im Boden angelegt, häufig in lockeren Sandböden mit spärlicher Vegetation, oft in Aggregationen mit vielen Artgenossen. Die Art ist zweigenerationig (bivoltin) und fliegt in zwei Perioden: von März bis Mai (erste Generation) und von Juli bis September (zweite Generation).
Besonderheiten
Die Gewöhnliche Bindensandbiene zählt zu den häufigsten Wildbienen Mitteleuropas und gilt derzeit als nicht gefährdet. Sie ernährt sich polylektisch, zeigt jedoch eine Vorliebe für Doldenblütler (Apiaceae). Als Kuckucksbiene nutzt die Wespenbiene (Nomada-Arten) Andrena flavipes als Wirt, indem sie deren Nester parasitiert. Verwechslungen sind mit ähnlichen Andrena-Arten wie Andrena nigroaenea möglich. Die Art leistet als häufige Frühjahrs- und Sommerbiene einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung von Wildpflanzen und Kulturpflanzen.