Baumhummel (Bombus hypnorum)

Baumhummel Bombus hypnorum

Name

Baumhummel (Bombus hypnorum)

Familie

Apidae (Echte Bienen)

Körpergröße

Arbeiterinnen und Drohnen 14–17 mm, Königinnen 18–20 mm

Merkmale

Die Baumhummel ist an ihrer markanten Dreifarbigkeit gut zu erkennen: Der Thorax ist überwiegend rotbraun bis rostfarben gefärbt, das Abdomen schwarz, und das Hinterleibsende zeigt eine charakteristische weiße Behaarung. Dieses Muster macht sie vergleichsweise leicht von anderen heimischen Hummelarten zu unterscheiden. Männchen (Drohnen) ähneln den Weibchen, weisen jedoch häufig etwas mehr gelbe oder helle Gesichtshaare auf. Die Königin ist mit 18–20 mm die größte Kastenform des Volkes, während Arbeiterinnen und Drohnen mit 14–17 mm etwas kleiner bleiben.

Lebensraum

Die Baumhummel besiedelt ein breites Spektrum an Lebensräumen: lichte Wälder und Waldränder, Parkanlagen, Gärten und den Siedlungsbereich. Als eine der wenigen Hummelarten nutzt sie regelmäßig Vogelnistkästen, Baumhöhlen oder Dachhohlräume als Neststandort, wobei das Nest stets oberirdisch angelegt wird. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis August, wobei die überwinterte Königin bereits im frühen Frühjahr auf Nahrungssuche und Nestplatzsuche geht.

Besonderheiten

Die Baumhummel gilt als Gewinnerin des Klimawandels und hat ihr Verbreitungsgebiet in den letzten Jahrzehnten deutlich nach Norden ausgedehnt. Ihr Jahreszyklus folgt dem typischen Hummelrhythmus: Nach der Überwinterung gründet die Jungkönigin im Frühjahr allein ein neues Volk. Ab Juni werden geschlechtsreife Männchen und Weibchen produziert. Nach der Paarung sterben die Männchen, während die befruchteten Weibchen überwintern und im Folgejahr neue Völker gründen. Wegen ihrer Vorliebe für Vogelnistkästen kommt sie häufig in direkter Nähe menschlicher Siedlungen vor und gerät dabei gelegentlich in Konflikt mit Gartenbesitzern – ist jedoch nicht aggressiv und sticht nur bei direkter Bedrohung.