Kleine Harzbiene (Anthidium strigatum)

Kleine Harzbiene Anthidium strigatum

Name

Kleine Harzbiene (Anthidium strigatum)

Familie

Megachilidae (Blattschneiderbienen)

Körpergröße

Körperlänge 6–7 mm

Merkmale

Die Kleine Harzbiene ist eine vergleichsweise zierliche Wildbiene mit einer Körperlänge von nur 6 bis 7 mm. Auffälligstes Erkennungsmerkmal sind die gelben Flecken auf den Hinterleibssegmenten 3 bis 5, die im Vergleich zu verwandten Arten charakteristisch nach innen versetzt sind. Wie bei anderen Arten der Gattung Anthidium zeigt die Art eine schwarz-gelbe Zeichnung, wobei Weibchen und Männchen sich in der Ausprägung der Musterung leicht unterscheiden können. Der Körperbau ist kompakt und behaart.

Lebensraum

Die Kleine Harzbiene besiedelt strukturreiche, oft trocken-warme Lebensräume wie Sandgruben, Steinbrüche, Waldränder und lichte Waldlichtungen. Sie profitiert von besonnten, vegetationsarmen Stellen mit Totholz oder freien Felspartien, die als Nistplätze geeignet sind. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis August.

Besonderheiten

Das Nestbauverhalten der Kleinen Harzbiene ist außergewöhnlich: Die Weibchen befestigen ihre Nester an Baumstämmen, Pflanzenstängeln oder Felsen und fertigen dabei bis zu 13 tropfenförmige Brutzellen ausschließlich aus gesammeltem Pflanzenharz. Dieses Verhalten ist namensgebend für die gesamte Gattung der Harzbienen. Das Harz wirkt zugleich als Schutz gegen Parasiten und Feuchtigkeit. Als oligolektische Biene sammelt Anthidium strigatum Pollen bevorzugt an Schmetterlingsblütlern (Fabaceae). Die Art gilt in Deutschland als selten und ist in vielen Bundesländern auf der Roten Liste gefährdet, da geeignete Lebensräume durch Sukzession und Flächenversiegelung zunehmend verloren gehen.