Vierfleckige Schmalbiene (Lasioglossum quadrinotatum)
Name
Vierfleckige Schmalbiene (Lasioglossum quadrinotatum)
Familie
Halictidae (Furchenbienen)
Körpergröße
ca. 7–8 mm Körperlänge
Merkmale
Lasioglossum quadrinotatum ist eine kleine, schlanke Biene aus der Gruppe der Furchenbienen. Der Körper ist überwiegend schwarz gefärbt, mit charakteristischen hellen, gelblich-weißen Flecken auf dem Hinterleib – namensgebend sind vier auffällige Zeichnungselemente. Die Beinbehaarung ist bei Weibchen zur Pollentragefähigkeit ausgeprägt. Wie alle Schmalbienen wirkt die Art insgesamt zierlich und kompakt. Männchen unterscheiden sich von Weibchen durch eine etwas schlankere Gestalt und veränderte Zeichnungsmuster.
Lebensraum
Die Vierfleckige Schmalbiene besiedelt ein breites Spektrum offener bis halboffener Landschaften: Wiesen, Waldränder, Hecken-Biotope und Ackerflächen zählen zu ihren bevorzugten Lebensräumen. Entscheidend für die Nestanlage sind sandige, gut besonnte Böden, in die die Weibchen ihre Erdnester graben. Die Art ist von April bis September aktiv und gehört damit zu den länger fliegenden heimischen Wildbienen.
Besonderheiten
Lasioglossum quadrinotatum lebt solitär oder fakultativ primitiv eusozial – ein Verhalten, das für Furchenbienen typisch ist und den Übergang zwischen Einzelgängern und staatenbildenden Bienen markiert. Die Art gilt in Niedersachsen als stark gefährdet und wird dort in der Roten Liste mit RL 2 geführt. Ursachen hierfür sind der Verlust geeigneter Nisthabitate durch Flächenversiegelung und intensive Landnutzung sowie der Rückgang blütenreicher Säume. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der nahe verwandten Breitbauchigen Schmalbiene (Lasioglossum lativentre), die ebenfalls ähnliche Lebensräume besiedelt und morphologisch schwer zu trennen ist.