Rainfarn-Maskenbiene (Hylaeus nigritus)
Name
Rainfarn-Maskenbiene (Hylaeus nigritus)
Familie
Colletidae (Seidenbienen)
Körpergröße
7–9 mm (Körperlänge)
Merkmale
Hylaeus nigritus gehört zur Gattung der Maskenbienen, die ihren Namen von den charakteristischen hellen Gesichtszeichnungen tragen – bei Weibchen sind diese meist weniger ausgedehnt als bei Männchen. Der Körper ist überwiegend schwarz mit weißlich-gelben Flecken an Kopf und Beinen. Wie alle Maskenbienen transportiert Hylaeus nigritus den Blütenstaub nicht an Sammelbeinchen, sondern im Kropf – ein ungewöhnliches Merkmal innerhalb der Bienen.
Lebensraum
Die Rainfarn-Maskenbiene besiedelt ein breites Spektrum offener und halboffener Lebensräume: Wiesen-Biotope, Sandgruben, Ruderalflächen sowie Siedlungsbereiche mit geeignetem Blütenangebot. Zum Nisten werden Mauerspalten, Gesteinsritzen, Erdspalten und Steinhaufen genutzt. Die Flugzeit erstreckt sich von Juni bis August.
Besonderheiten
Hylaeus nigritus ist als oligolektische Art beim Blütenbesuch auf Korbblütler (Asteraceae) spezialisiert, darunter Färberkamille, Rainfarn und Schafgarbe. Diese Blütenspezialisierung macht die Art besonders abhängig von einem ausreichenden Angebot entsprechender Wildpflanzen in ihrer Umgebung. In der veralteten Roten Liste Niedersachsens wurde die Rainfarn-Maskenbiene als RL 3 (gefährdet) eingestuft, was auf einen Rückgang durch Lebensraumverlust und das Verschwinden von Ruderalflächen und blütenreichen Magerstandorten hindeutet. Verwechslungen sind mit anderen Hylaeus-Arten möglich, eine sichere Bestimmung erfordert oft die genaue Betrachtung der Gesichtszeichnungen.