Gewöhnliche Schmalbiene (Lasioglossum cf. calceatum)
Name
Gewöhnliche Schmalbiene (Lasioglossum calceatum)
Familie
Halictidae (Furchenbienen)
Körpergröße
7–11 mm (Körperlänge)
Merkmale
Die Gewöhnliche Schmalbiene ist eine schlanke, mittelgroße Wildbiene mit dem für Schmalbienencharakteristischen schmalen, länglich-ovalen Hinterleib. Die Grundfärbung ist schwärzlich bis dunkelbraun, der Hinterleib zeigt schmale, helle Haarbinden an den Tergiträndern. Weibchen besitzen an den Hinterbeinen eine Sammelvorrichtung (Scopa) zum Pollentransport. Die Art ist aufgrund ihrer unauffälligen Zeichnung und der großen Ähnlichkeit mit verwandten Lasioglossum-Arten im Feld schwer sicher zu bestimmen.
Lebensraum
Die Gewöhnliche Schmalbiene besiedelt ein breites Spektrum offener bis halboffener Lebensräume: Wiesengebiete, Brachflächen, Parkanlagen, Lichtungen und strukturreiche Gärten. Als Bodennisterin bevorzugt sie grabbare, vegetationsarme Stellen mit lockerem Substrat. Die Flugzeit erstreckt sich von März bis Oktober und umfasst damit nahezu die gesamte Vegetationsperiode.
Besonderheiten
Lasioglossum calceatum – auch als Gewöhnliche Schmalbiene bekannt – zeigt eine primitiv-eusoziale Lebensweise: Überwinterte Weibchen gründen im Frühjahr ein Nest, in dem die erste Brut fast ausschließlich aus Weibchen besteht, die als Arbeiterinnen fungieren. Damit steht die Art zwischen solitären und hochsozialen Bienen. Die Art gilt als Generalistin bei der Blütenauswahl (polylektisch) und besucht zahlreiche Wildkräuter und Gartenblumen. Da sie mit mehreren anderen Schmalbienenarten leicht verwechselt werden kann, ist eine sichere Bestimmung oft nur durch mikroskopische Untersuchung möglich. In Deutschland ist Lasioglossum calceatum weit verbreitet und zählt zu den häufigsten Wildbienenarten überhaupt.