Schöne Kugelassel (Armadillidium pulchellum)
Name
Schöne Kugelassel (Armadillidium pulchellum)
Familie
Armadillidiidae
Körpergröße
bis ca. 6 mm Körperlänge
Merkmale
Die Schöne Kugelassel gehört zu den Rollasseln und kann sich bei Gefahr zu einer nahezu perfekten Kugel zusammenrollen – ein charakteristisches Merkmal der Gattung Armadillidium. Sie ist eine der kleineren Vertreterinnen dieser Gattung. Die Färbung ist variabel und reicht von graubraun bis dunkelgrau, oft mit helleren Flecken oder einem leicht gemusterten Rückenschild. Der Körper ist oval und gewölbt, die Oberfläche wirkt glatt und gleichmäßig segmentiert. Die sieben Beinpaare sind typisch für Landasseln.
Lebensraum
Die Schöne Kugelassel bevorzugt trockene, warme Lebensräume. Sie besiedelt vor allem trockene Kiefernwälder, Waldränder, Steinbrüche und Magerrasen. Als xerophile Art ist sie gut an trockene Bedingungen angepasst und kommt mit geringer Bodenfeuchte besser zurecht als viele andere Asselarten. Gelegentlich wird sie in Ameisenhaufen angetroffen, wo sie von der Wärme und dem lockeren Substrat profitiert. Die Aktivitätszeit erstreckt sich von Februar bis Oktober.
Besonderheiten
Die Schöne Kugelassel ist in Deutschland insgesamt selten und gilt in Niedersachsen als nicht häufig anzutreffende Art. Ihr Vorkommen in Ameisenhaufen ist bemerkenswert: Einige Kugelasseln können die chemische Abwehr von Ameisen tolerieren oder gar überlisten. Die Fähigkeit, sich zur Kugel zu rollen, schützt sie vor Fressfeinden und Austrocknung. Verwechslungen sind möglich mit anderen Armadillidium-Arten wie der häufigeren Gemeinen Kugelassel (Armadillidium vulgare), die jedoch größer ist und feuchtere Lebensräume bevorzugt. Aufgrund ihres spezialisierten Lebensraums gilt die Schöne Kugelassel als ein Indikator für naturnahe Trockenstandorte.