Nasenkugelassel (Armadillidium nasatum)
Name
Nasenkugelassel (Armadillidium nasatum)
Familie
Armadillidiidae
Körpergröße
10–15 mm Körperlänge
Merkmale
Die Nasenkugelassel besitzt ein charakteristisches Merkmal, das sie klar von anderen Arten der Gattung Armadillidium unterscheidet: eine auffällig hochgezogene, nasenförmige Stirnplatte, die ihr auch den deutschen Namen eingebracht hat. Die Färbung ist meist graubraun bis dunkelgrau, häufig mit einer leicht gemusterten, segmentierten Oberseite. Der Körper ist oval und gewölbt, wie für Kugelasseln typisch. Im Unterschied zur verwandten Kellerassel (Armadillidium vulgare) bildet die Nasenkugelassel bei Gefahr keine vollständig geschlossene Kugel – es bleibt eine kleine Lücke sichtbar.
Lebensraum
Die Nasenkugelassel bevorzugt trockene bis halbtrockene, oft anthropogen geprägte Lebensräume. Man findet sie in Sandgruben, Steinbrüchen, auf Halden, an Straßenrändern sowie in Gärten. Auch Uferbereiche von Fließgewässern werden besiedelt. Die Tiere verstecken sich tagsüber bevorzugt unter Steinen, seltener unter Totholz. Als wärmeliebende Art ist sie besonders in trocken-warmen Habitaten erfolgreich. Aktiv ist die Nasenkugelassel vor allem in den Abend- und Nachtstunden; als ganzjährig aktive Art ist sie in milden Wintern auch außerhalb der Vegetationsperiode anzutreffen, mit einem Aktivitätsschwerpunkt von Frühjahr bis Herbst (März bis Oktober).
Besonderheiten
Die Nasenkugelassel ist eine der wenigen Kugelasselarten, die gezielt trockene Lebensräume besiedelt und dabei eine bemerkenswerte Trockenheitstoleranz zeigt. Das Einrollverhalten dient sowohl dem Schutz vor Fressfeinden als auch der Reduzierung von Wasserverlust. Die Art ist in Mitteleuropa weit verbreitet, wird aber seltener angetroffen als die häufigere Kellerassel. Verwechslungen sind vor allem mit Armadillidium vulgare möglich, jedoch verrät die hochgezogene Stirnplatte die Nasenkugelassel zuverlässig. Die Art gilt derzeit nicht als gefährdet.