Herbstspinne (Metellina segmentata)

Die Herbstspinne lebt auf Brachflächen oder im Wiesen-Biotop

Name

Herbstspinne (Metellina segmentata)

Familie

Tetragnathidae (Streckspinnen)

Körpergröße

Weibchen 6–8 mm, Männchen 4–6 mm Körperlänge

Merkmale

Die Herbstspinne ist eine mittelgroße Radnetzspinne mit einem ovalen, hell- bis dunkelbraun gemusterten Hinterleib, der ein charakteristisches helles Blattmuster auf dunklem Grund zeigt. Der Vorderkörper (Prosoma) ist gelblich-braun gefärbt, die langen, schlanken Beine sind deutlich gebändert. Männchen sind schlanker und kleiner als Weibchen. Die Art ähnelt der nahe verwandten Metellina mengei, ist jedoch im Herbst aktiv, was eine erste Unterscheidung erleichtert.

Lebensraum

Die Herbstspinne besiedelt eine Vielzahl von Lebensräumen: Brachflächen, Wiesen-Biotope, Waldränder, Gebüschsäume und Gärten gehören ebenso dazu wie feuchte Bereiche entlang von Gewässern und Kanälen. Die Netze werden bevorzugt in niederer Vegetation, zwischen Gräsern, Stauden und Zweigen, in geringer Bodenhöhe angelegt. Die Art ist weit verbreitet und in geeigneten Lebensräumen sehr häufig anzutreffen. Adulte Tiere erscheinen von August bis Oktober.

Besonderheiten

Die Herbstspinne gilt als eine der häufigsten mitteleuropäischen Radnetzspinnen und ist dank ihrer späten Aktivitätszeit im Herbst gut von vielen anderen Arten abzugrenzen. Männchen halten sich häufig in der Nähe des Weibchennetzes auf und warten auf eine Paarungsgelegenheit – ein typisches Verhalten innerhalb der Gattung Metellina. Die engste Verwechslungsgefahr besteht mit Metellina mengei, die bereits im Frühjahr und Frühsommer aktiv ist. Metellina segmentata ist in ganz Europa sowie Teilen Asiens verbreitet und kommt vom Tiefland bis in mittlere Gebirgslagen vor. Eine Gefährdung besteht derzeit nicht; die Art gilt als ungefährdet.