Marmorierte Kreuzspinne (Araneus marmoreus)

Araneus marmoreus findet man auf Feuchtwiesen oder in Auwäldern

Name

Marmorierte Kreuzspinne (Araneus marmoreus)

Familie

Radnetzspinnen (Araneidae)

Körpergröße

Weibchen 9–18 mm, Männchen 6–9 mm (Körperlänge)

Merkmale

Die Marmorierte Kreuzspinne zeigt eine auffällig variable Zeichnung, weshalb sie in mehrere Farbformen unterteilt wird. Die häufigste Grundform trägt ein gelblich-weißes bis orangebraunes Hinterleibsmuster mit dunklen, marmoriert wirkenden Flecken. Besonders markant ist die sogenannte Pyramidatus-Form: Ihr Hinterleib ist überwiegend hellgelb bis cremeweiß gefärbt, mit einem charakteristischen dunklen, dreieckigen oder pyramidenförmigen Muster auf der Oberseite. Die Beine sind gelblich-braun mit dunklen Ringeln. Wie alle Kreuzspinnen trägt sie auf dem Hinterleib ein helles Kreuzzeichen, das jedoch je nach Form unterschiedlich ausgeprägt ist.

Lebensraum

Die Marmorierte Kreuzspinne bevorzugt feuchte bis nasse Lebensräume: Sumpfbiotope, Feuchtwiesen, Ufergehölze und Auwälder gehören zu ihren typischen Habitaten. Die Fangnetze werden meist in der niederen Vegetation, etwa in Röhricht, Hochstauden oder niedrigen Gehölzen, angelegt. Tagsüber zieht sich die Spinne in einen gut getarnten Schlupfwinkel am Rande des Netzes zurück. Adulte Tiere sind von August bis Oktober anzutreffen.

Besonderheiten

Die Art ist in Europa weit verbreitet, gilt aber aufgrund ihrer Bindung an Feuchtlebensräume als Indikator für intakte Biotope. Das Netz ist ein klassisches Radnetz und kann einen Durchmesser von bis zu 40 cm erreichen. Verwechslungen sind vor allem mit der Vierfleck-Kreuzspinne (Araneus quadratus) möglich, die ähnliche Lebensräume besiedelt, jedoch meist kräftiger gebaut ist und ein deutlicheres Vierfleckenmuster trägt. Die Marmorierte Kreuzspinne ist eine einjährige Art; die Weibchen sterben nach der Eiablage im Herbst. Die Eier überwintern in einem dichten Gespinstsack, aus dem die Jungtiere im Frühjahr schlüpfen.