Gerandete Schilfradspinne (Larinioides patagiatus)

Larinioides patagiatus bevorzugt trockene Lebensräume

Name

Gerandete Schilfradspinne (Larinioides patagiatus)

Familie

Araneidae (Radnetzspinnen)

Körpergröße

Weibchen 9–14 mm, Männchen 6–9 mm Körperlänge

Merkmale

Die Gerandete Schilfradspinne besitzt einen rundlich-ovalen Hinterleib mit charakteristischer Zeichnung: Ein helles, blattartiges Mittelband auf bräunlichem bis grauem Grund, das von dunkleren Seitenstreifen flankiert wird. Die Grundfärbung variiert von hellgrau über braun bis rötlichbraun. Der Carapax ist braun mit hellem Mittelstreifen. Die Art ähnelt anderen Larinioides-Arten, wirkt aber insgesamt etwas kontrastreicher gezeichnet als ihre Verwandten.

Lebensraum

Die Gerandete Schilfradspinne bewohnt vor allem trockene bis mäßig feuchte Lebensräume: Hecken-Biotope, Waldränder, Lichtungen und Gebüsche. Sie ist dort fast ganzjährig anzutreffen, adult vor allem von Frühjahr bis Herbst, mit einem Schwerpunkt von Mai bis Oktober. Damit unterscheidet sie sich deutlich von der verwandten Larinioides cornutus, die auf feuchte bis nasse Standorte wie Ufervegetation und Schilf spezialisiert ist.

Besonderheiten

Wie alle Radnetzspinnen baut Larinioides patagiatus ein senkrechtes Radnetz zum Beutefang. Die Spinne sitzt meist verborgen in einem Schlupfwinkel am Netzrand und wartet auf Vibrationen. Weibchen sind deutlich größer als Männchen – ein bei Spinnen weit verbreiteter Geschlechtsdimorphismus. Verwechslungen sind vor allem mit der feuchtigkeitsliebenden Schilfradspinne (Larinioides cornutus) sowie mit Larinioides sclopetarius möglich, die bevorzugt an Brücken und Bauwerken lebt. Eine sichere Bestimmung erfordert oft die Untersuchung der Genitalstrukturen unter dem Mikroskop.