Gemeine Baldachinspinne (Linyphia triangularis)

Linyphia triangularis findet man auf Feuchtwiesen

Name

Gemeine Baldachinspinne (Linyphia triangularis)

Familie

Linyphiidae (Baldachinspinnen)

Körpergröße

Weibchen 5–6,5 mm, Männchen 4,5–6 mm Körperlänge

Merkmale

Die Gemeine Baldachinspinne ist eine mittelgroße Spinne mit auffälliger Zeichnung. Auf dem Prosoma (Vorderkörper) trägt sie einen markanten Y-förmigen hellen Mittelstreifen auf dunklem Grund. Das Opisthosoma (Hinterleib) zeigt ein charakteristisches, oft dreieckiges oder pfeilförmiges Muster in Braun-, Creme- und Schwarztönen, das der Art auch ihren lateinischen Artnamen triangularis verleiht. Die Beine sind gelblich-braun mit dunklen Ringen. Männchen und Weibchen ähneln sich in der Grundzeichnung, Männchen sind jedoch etwas schlanker gebaut.

Lebensraum

Die Art besiedelt eine Vielzahl halboffener bis offener Lebensräume: Lichtungen, Feuchtwiesen, Moore, Hecken-Biotope sowie Waldränder und Gärten. Sie ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. Adulte Tiere sind von August bis Oktober anzutreffen, wobei der September als Hauptaktivitätsmonat gilt. Das charakteristische Baldachinnetz – ein horizontales, flaches Gespinst mit darüberliegenden Fangfäden – findet sich häufig niedrig in der Vegetation, besonders in Gräsern und Stauden.

Besonderheiten

Der deutsche Name leitet sich vom typischen Baldachinnetz ab, das die Spinne in der Bodenvegetation aufspannt. Beute in Form kleiner Insekten stolpert über die senkrechten Fangfäden, fällt auf das horizontale Netz und wird von unten durch die Spinne attackiert. Die Art ist eine der häufigsten und bekanntesten Baldachinspinnen Mitteleuropas und gilt als ungefährdet. Eine mögliche Verwechslungsart ist Linyphia hortensis, die jedoch eine abweichende Hinterleibszeichnung aufweist. Für den Menschen ist die Gemeine Baldachinspinne völlig harmlos.