Zebra-Springspinne (Salticus zebraneus)

Salticus zebraneus lebt auf Streuobstwiesen

Name

Zebra-Springspinne (Salticus zebraneus)

Familie

Springspinnen (Salticidae)

Körpergröße

3–4,5 mm Körperlänge

Merkmale

Salticus zebraneus erreicht etwa 3–5 mm Körperlänge und ist damit die kleinste der drei in Mitteleuropa verbreiteten Salticus-Arten. Wie alle Springspinnen besitzt sie große, nach vorne gerichtete Hauptaugen, die ihr ein charakteristisches, fast „gesichtshaftes“ Erscheinungsbild verleihen. Die Grundfärbung ist dunkelbraun bis schwarz, wobei die Art im Vergleich zu Salticus scenicus und Salticus cingulatus meist einen höheren Schwarzanteil in der Zeichnung zeigt. Eine sichere Unterscheidung der ähnlichen Salticus-Arten gelingt häufig nur anhand der Genitalmerkmale.

Lebensraum

Die Zebra-Springspinne bewohnt vor allem sonnige, strukturreiche Lebensräume mit altem Holz. Sie ist typisch für Holzlagerplätze, Obstgärten und Streuobstwiesen, wo sie bevorzugt auf Baumrinde anzutreffen ist. Rinde bietet ihr sowohl Jagdrevier als auch Tarnmöglichkeiten. Adulte Tiere sind von April bis Juni zu beobachten, Weibchen sogar bis in den August hinein.

Besonderheiten

Wie alle Springspinnen jagt Salticus zebraneus ohne Netz: Sie schleicht sich aktiv an ihre Beute heran und springt mit einem gezielten Sprung zu – dabei sichert sie sich stets mit einem Seidenfaden. Ihr Sehvermögen ist für Spinnen außergewöhnlich gut, die großen Vorderaugen ermöglichen eine präzise Entfernungseinschätzung. Männchen führen auffällige Balztänze vor den Weibchen auf. Verwechslungen sind vor allem mit Salticus scenicus sowie mit S. cingulatus möglich; eine sichere Unterscheidung gelingt oft nur durch mikroskopische Untersuchung der Genitalstrukturen. Über die genaue Verbreitung und den Bestandsstatus in Deutschland liegen bislang nur begrenzte Daten vor.