Goldfleck-Laufspinne (Philodromus aureolus)
Name
Goldfleck-Laufspinne (Philodromus aureolus)
Familie
Philodromidae (Laufspinnen)
Körpergröße
Weibchen 4–6 mm, Männchen 3–5 mm
Merkmale
Die Weibchen der Philodromus aureolus-Gruppe sind meist braun oder gelblich gefärbt, oft mit einem hellen Mittelband auf dem Hinterleib und einer variablen Musterung aus helleren und dunkleren Flecken. Die Beine sind lang und seitlich abgespreizt, was der Gattung ein charakteristisch flaches, krabbenspinnenähnliches Erscheinungsbild verleiht. Männchen unterscheiden sich durch eine kontrastreichere, teils rötlich-braune Färbung. Die Arten der Gruppe lassen sich äußerlich kaum voneinander unterscheiden – eine sichere Bestimmung ist nur anhand der Genitalstrukturen (Epigyne beim Weibchen, Bulbus beim Männchen) unter dem Mikroskop möglich.
Lebensraum
Die Arten der Philodromus aureolus-Gruppe besiedeln ein breites Spektrum an Lebensräumen. Sie sind häufig auf Gehölzen, Sträuchern, Hecken und an Waldrändern anzutreffen, kommen aber auch in Gärten, Parks und gebüschreichen Wiesen vor. Als freilaufende Jäger bauen sie kein Fangnetz, sondern streifen aktiv auf der Suche nach Beute umher. Adulte Tiere sind überwiegend von Mai bis August anzutreffen, wobei Jungtiere teils bereits im Frühjahr aktiv sind.
Besonderheiten
Die Gattung Philodromus zählt zu den taxonomisch anspruchsvollsten Spinnengruppen Mitteleuropas. Innerhalb der aureolus-Gruppe wurden mehrere eigenständige Arten zusammengefasst, die sich habituell so ähneln, dass selbst erfahrene Arachnologen ohne Genitaluntersuchung keine verlässliche Artbestimmung vornehmen können. Dies macht Freilandbestimmungen anhand von Fotos nahezu unmöglich. Die Tiere sind scheu und sehr flink, was auch die Beobachtung erschwert. Verwechslungen sind nicht nur innerhalb der Gruppe, sondern auch mit anderen Philodromus-Arten wie Philodromus cespitum möglich. In Deutschland kommen mehrere Arten der Gruppe vor; eine Gefährdung ist für die häufigeren Vertreter derzeit nicht bekannt.