Labyrinthspinne (Agelena labyrinthica)

Agelena labyrinthica bevorzugt wärmebegünstigte Standorte

Name

Labyrinthspinne (Agelena labyrinthica)

Familie

Trichterspinnen (Agelenidae)

Körpergröße

Weibchen 10–14 mm, Männchen 8–11 mm Körperlänge

Merkmale

Die Labyrinthspinne ist eine mittelgroße, braun gemusterte Trichterspinne mit einem auffällig gezeichneten Hinterleib: Dieser trägt ein charakteristisches helles Längsband, das von dunkleren Seitenstreifen flankiert wird. Der Carapax zeigt zwei helle Längsbänder auf braunem Grund. Besonders auffällig sind die zweigliedrigen, ungewöhnlich langen Spinnwarzen – ein typisches Merkmal der Familie Agelenidae, das die Art von vielen anderen Spinnen unterscheidet. Die Beine sind kräftig und hell-dunkel geringelt.

Lebensraum

Ausgewachsene Tiere sind von Juli bis August anzutreffen. Die Labyrinthspinne besiedelt bevorzugt wärmebegünstigte, offene bis halboffene Lebensräume: Waldränder, Heideflächen, Ruderalflächen, Wegränder und Gebüsche. Sie baut ihr charakteristisches waagerechtes Trichternetz bodennah in dichter Vegetation. Über dem flachen Fangtuch errichtet sie ein dreidimensionales Wirrgewebe, das Beutetiere abfängt und auf das Fangnetz fallen lässt. Die Art ist in Europa weit verbreitet und in geeigneten Habitaten häufig anzutreffen.

Besonderheiten

Bei Gefahr flüchtet die Spinne blitzartig in ihren Trichter. Die Art ist für Menschen harmlos und spielt eine wichtige Rolle als Insektenjäger im Ökosystem. Besonders ist außerdem ihr gutes Sehvermögen im Vergleich zu vielen anderen Spinnenarten.