Goldene Springspinne (Heliophanus auratus)

Heliophanus auratus findet man in der Ufervegetation

Name

Goldene Springspinne (Heliophanus auratus)

Familie

Salticidae (Springspinnen)

Körpergröße

Weibchen 4–6 mm

Merkmale

Heliophanus auratus ist eine kompakt gebaute Springspinne mit dem für die Gattung typischen breiten, abgeflachten Carapax und den charakteristisch großen Vorderaugen, die der Art ihr ausgeprägtes Sehvermögen verleihen. Der Körper ist dunkel, meist schwarzbraun gefärbt, mit einem metallisch schimmernden Glanz. Weibchen zeigen oft helle, gelblich-weiße Palpen (Taster), während der Hinterleib dunkel mit feinen hellen Linien oder Punkten gemustert ist. Die Beine sind kräftig und ermöglichen die namensgebenden weiten Sprünge beim Beutefang.

Lebensraum

Die Goldene Springspinne besiedelt feuchte bis nasse Lebensräume: Auwälder, Feuchtwiesen sowie Ufervegetation entlang von Bächen, Flüssen und Kanälen. Die Art ist eng an Gewässernähe gebunden und findet sich häufig in der Krautschicht und an niedrigen Pflanzen. Die Aktivitätszeit der adulten Tiere erstreckt sich von Mai bis August, mit einem Schwerpunkt in den Sommermonaten.

Besonderheiten

Springspinnen der Gattung Heliophanus sind tagaktive Jäger, die keine Fangnetze bauen, sondern ihre Beute aktiv verfolgen und mit präzisen Sprüngen überwältigen. Ihr hervorragendes Sehvermögen – ermöglicht durch mehrere Augenpaare in unterschiedlichen Blickrichtungen – macht sie zu äußerst wendigen Räubern. Heliophanus auratus kann leicht mit der nahe verwandten Heliophanus cupreus verwechselt werden, da beide Arten sich äußerlich ähneln; eine sichere Bestimmung erfordert oft eine mikroskopische Untersuchung der Genitalstrukturen. Die Art steht in Deutschland auf der Vorwarnliste und ist insbesondere an geeignete, gewässernahe Lebensräume gebunden.