Braune Springspinne (Evarcha falcata)

Evarcha falcata lebt auf Lichtungen oder im Heide-Biotop

Name

Braune Springspinne (Evarcha falcata)

Familie

Springspinnen (Salticidae)

Körpergröße

Männchen ca. 4–6 mm, Weibchen ca. 5–7 mm Körperlänge

Merkmale

Die Braune Springspinne ist eine kompakt gebaute, behaarte Spinne mit dem für Salticidae typischen großen, rechteckigen Vorderkörper (Prosoma) und den charakteristischen großen Vorderaugen, die ihr ein ausgeprägtes Sehvermögen verleihen. Die Grundfärbung ist braun bis rotbraun, das Opisthosoma zeigt helle Längsstreifen und ein helleres Mittelbandmuster. Männchen sind oft kontrastreicher gezeichnet als Weibchen und besitzen auffällig kräftige, dunkel gefärbte Pedipalpen. Der gedrungene Körperbau und die langen, kräftigen Beine machen die Art zu einem wendigen Jäger.

Lebensraum

Die Braune Springspinne besiedelt sonnige, offene bis halboffene Lebensräume: Waldlichtungen, Waldränder und Heide-Biotope gehören zu ihren bevorzugten Habitaten. Die Tiere halten sich überwiegend in der bodennahen Vegetation sowie auf Sträuchern auf. In Deutschland ist die Art weit verbreitet und häufig anzutreffen. Adulte Tiere sind von Frühjahr bis Herbst aktiv, mit einem Aktivitätsschwerpunkt von Mai bis September. Das im Text erwähnte Männchen wurde im August 2017 im Süntel (Weserbergland) beobachtet.

Besonderheiten

Wie alle Springspinnen baut Evarcha falcata kein Fangnetz, sondern erbeutet kleine Insekten und andere Gliederfüßer durch gezieltes Anschleichen und einen präzisen Sprung. Dabei sichert sie sich mit einem Sicherheitsfaden, bevor sie springt. Das Sehvermögen ist außergewöhnlich gut – die großen Hauptaugen ermöglichen räumliches Sehen und eine genaue Entfernungseinschätzung. Zur Paarungszeit führen Männchen auffällige Balztänze vor den Weibchen auf. Evarcha falcata kann mit anderen braunen Springspinnen wie Evarcha arcuata verwechselt werden; eine sichere Bestimmung erfordert oft die Untersuchung der Genitalstrukturen. Die Art gilt in Deutschland als ungefährdet.