Vierfleck-Zartspinne (Anyphaena accentuata)

Nachts geht die Vierfleck-Zartspinne aktiv auf die Jagd

Name

Vierfleck-Zartspinne (Anyphaena accentuata)

Familie

Zartspinnen (Anyphaenidae)

Körpergröße

Weibchen 6–8 mm, Männchen 5–6 mm Körperlänge

Merkmale

Die Vierfleck-Zartspinne ist eine mittelgroße, schlanke Spinne mit hellgelblichem bis cremefarbenem Grundton. Charakteristisch sind die vier dunklen Fleckenpaare auf dem Hinterleib, die der Art ihren deutschen Namen geben. Der Vorderleib ist gelbbraun gefärbt und zeigt ein dunkleres Mittelbandmuster. Die Beine sind hell und fein geringelt. Im Vergleich zu vielen anderen Spinnenarten wirkt sie zart und zierlich gebaut, was ebenfalls im Familiennamen zum Ausdruck kommt.

Lebensraum

Adulte Tiere leben von Mai bis Juli bevorzugt in Laubwäldern, Hecken-Biotopen, an Waldrändern sowie in Gärten – überall dort, wo ausreichend Laubgehölze als Jagdrevier und Versteck vorhanden sind. Die Art ist eng an Bäume und Sträucher gebunden, da sie tagsüber in einem zusammengesponnenen Blatt ruht und nachts auf den Ästen nach Beute jagt. Halbwüchsige Spinnen überwintern meist unter Baumrinde.

Besonderheiten

Die Vierfleck-Zartspinne ist eine ausgesprochene Nachtjägerin: Aktiv erbeutet sie im Dunkeln Fluginsekten direkt auf dem Blattwerk, ohne den Umweg über ein Fangnetz. Tagsüber zieht sie sich in eine selbst gesponnene Blattröhre zurück, die gleichzeitig als Versteck und Wohnröhre dient. In dieser Röhre legt das Weibchen auch seine Eier ab und bewacht den Kokon. Die Jungtiere überwintern halbwüchsig unter Baumrinde und werden erst im Folgejahr geschlechtsreif. Verwechslungen sind vor allem mit anderen Anyphaena-Arten möglich. Die Art gilt in Mitteleuropa als weit verbreitet und nicht gefährdet.