Ringelnatter (Natrix natrix)
Name
Ringelnatter (Natrix natrix)
Familie
Nattern (Colubridae)
Körpergröße
Körperlänge bis ca. 1 Meter (Weibchen teils bis 1,3 m)
Merkmale
Die Ringelnatter ist an ihrem namensgebenden Merkmal leicht zu erkennen: zwei auffällige helle, meist gelb-weiße Halbmondflecken am Hinterkopf, die von schwarzen Bändern eingefasst werden. Die Oberseite ist grau bis olivbraun gefärbt, die Unterseite zeigt ein charakteristisches schwarz-weißes Schachbrettmuster. Der Körper ist schlank und schuppig, der Kopf deutlich vom Hals abgesetzt. Weibchen werden in der Regel deutlich größer als Männchen.
Lebensraum
Die Ringelnatter besiedelt vor allem feuchte bis halbfeuchte Lebensräume: Uferbereiche von Tümpeln, Teichen und langsam fließenden Gewässern mit dichter Ufervegetation, aber auch Feuchtwiesen, Moore, Waldränder und Gärten in Gewässernähe. Sie ist tagaktiv und wärmt sich gern auf Steinen oder Totholz. Als wechselwarmes Tier hält sie Winterruhe, die Aktivitätszeit erstreckt sich von März/April bis Oktober.
Besonderheiten
Die Ringelnatter ist in Deutschland vollkommen ungiftig und für Menschen harmlos. Bei Bedrohung täuscht sie häufig den Tod vor (Thanatose) oder entleert ihre Analdrüsen mit übel riechendem Sekret. Die Paarungszeit liegt Ende April bis Mai, die Eiablage erfolgt in wärmespeichernde Substrate wie Laub- oder Misthaufen, wo die Eier durch Kompostwärme ausgebrütet werden. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Amphibien wie Fröschen und Kröten, gelegentlich auch Fischen und kleinen Säugetieren. Die Art ist in Deutschland nach Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Als Verwechslungsart gilt die Schlingnatter (Coronella austriaca), die jedoch kein Halsband besitzt.