Teichfrosch (Pelophylax esculenta)
Name
Teichfrosch (Pelophylax esculenta)
Familie
Ranidae (Echte Frösche)
Körpergröße
Körperlänge 5–11 cm
Merkmale
Der Teichfrosch zeigt eine grüne bis bräunlich-grüne Grundfärbung mit dunklen Flecken auf dem Rücken. Ein heller, gelblich-grüner Rückenstreifen ist häufig vorhanden. Die Unterseite ist weißlich bis gelblich, oft dunkel gefleckt. Männchen besitzen zwei graue Schallblasen seitlich am Maul, die beim Rufen deutlich sichtbar aufgeblasen werden. Die langen Hinterbeine sind kräftig und mit Schwimmhäuten versehen.
Lebensraum
Der Teichfrosch besiedelt stehende und langsam fließende Gewässer wie Teiche, Weiher, Altwässer, Gräben und Seen – bevorzugt sonnige, vegetationsreiche Ufer. Er ist tagaktiv und hält sich oft auf Schwimmpflanzen oder am Ufer sonnend auf. Die Aktivitätszeit beginnt ab März/April und endet mit dem Wintereinbruch im Oktober/November. Die Laichzeit liegt zwischen Mai und Juni.
Besonderheiten
Der Teichfrosch ist eine Hybridform, die aus der Kreuzung von Kleinem Wasserfrosch (Pelophylax lessonae) und Seefrosch (Pelophylax ridibundus) hervorgegangen ist. Diese Hybridisierung ist ungewöhnlich, da der Teichfrosch trotz seiner hybriden Herkunft fortpflanzungsfähig ist. Bei der Fortpflanzung wird durch Hybridogenese meist das Genom einer der beiden Elternarten aus den Keimzellen ausgeschlossen, während das Genom der anderen Elternart unverändert weitergegeben wird. Welche Elternart dabei beteiligt ist, hängt von der jeweiligen Population und vom Paarungspartner ab. Die Unterscheidung der drei deutschen Wasserfroschformen ist selbst für Experten schwierig und erfordert oft genaue Beobachtung von Rufverhalten, Körperproportionen und weiteren Merkmalen. Der Teichfrosch gilt in Deutschland als ungefährdet, ist jedoch auf geeignete Gewässer und intakte Lebensräume angewiesen und kann durch Gewässerverschmutzung und Lebensraumverlust beeinträchtigt werden.