Feuersalamander (Salamandra salamandra)

Der Feuersalamander ist ein Bewohner feuchter, strukturreicher Laubwälder

Name

Feuersalamander (Salamandra salamandra)

Familie

Salamandridae (Echte Salamander)

Körpergröße

Körperlänge 14–20 cm

Merkmale

Der Feuersalamander ist mit seiner glänzend schwarzen Grundfärbung und den leuchtend gelben Flecken oder Streifen unverwechselbar. Die genaue Zeichnung variiert je nach Unterart: Während der Gefleckte Feuersalamander unregelmäßige Flecken trägt, zeigt der im Deister-Süntel-Gebiet heimische Gebänderte Feuersalamander eher durchgehende Längsstreifen. Die Haut ist glatt und drüsenreich; hinter den Augen und entlang des Rückens befinden sich Parotoiddrüsen, die ein giftiges Hautsekret absondern.

Lebensraum

Der Feuersalamander bewohnt feuchte, strukturreiche Laubwälder, bevorzugt in höheren Lagen der Mittelgebirge. Er ist auf saubere, kühle Bäche und Quellen angewiesen, da die Weibchen ihre Larven lebend im Wasser absetzen. Totholz, Moospolster und ein dichter Laubstreubedeckter Boden sind wichtige Habitatmerkmale. Die Tiere sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Erscheinungszeit: von Februar/März bis Oktober, mit Höhepunkt bei feucht-milder Witterung; im Winter halten sie Winterruhe in frostfreien Verstecken.

Besonderheiten

Feuersalamander sind lebendgebärend (ovovivipar): Die Weibchen tragen die Larven aus und setzen sie fertig entwickelt in Gewässern ab. Das auffällige Farbmuster dient als Warntracht und signalisiert Fressfeinden die Giftigkeit. Das Hautsekret (Samandarin) wirkt für viele Tiere toxisch. In Niedersachsen wird die Art in der Roten Liste mit RL 3 (gefährdet) geführt. Eine ernste aktuelle Bedrohung stellt der Hautpilz Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal) dar, der in den Niederlanden bereits zu drastischen Bestandseinbrüchen geführt hat und auch in Deutschland nachgewiesen wurde. Verwechslungen sind in Mitteleuropa kaum möglich; lediglich der Alpensalamander (Salamandra atra) ist ähnlich geformt, jedoch vollständig schwarz gefärbt.