Rote Schuppenmiere (Spergularia rubra)

Spergularia rubra wächst im Uferbereich oder als Ackerunkraut

Name

Rote Schuppenmiere (Spergularia rubra)

Familie

Nelkengewächse (Caryophyllaceae)

Merkmale

Die Rote Schuppenmiere ist eine niedrig wachsende, meist niederliegende bis aufsteigende Pflanze mit schmalen, linealischen Blättern, die quirlartig angeordnet sind. Charakteristisch sind die silbrig-weißen, trockenhäutigen Nebenblätter, die den Stängel umhüllen und der Art ihren Namen Schuppenmiere geben. Die fünfzähligen Blüten sind leuchtend rosa bis rötlich-pink gefärbt und vergleichsweise klein. Der Stängel ist oft drüsig behaart und leicht klebrig.

Standort und Verbreitung

Die Rote Schuppenmiere bevorzugt sandige, nährstoffarme und oft trockene Standorte. Sie wächst typischerweise an Wegrändern, in Sandgruben, auf Äckern als Unkraut sowie im Uferbereich. Die Art ist in ganz Europa weit verbreitet und kommt auch in Teilen Asiens und Nordafrikas vor. In Deutschland ist sie häufig auf sandigen Böden anzutreffen, etwa in Sandgruben wie dem Fundort in Poggenhagen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September, womit sie zu den ausdauernd blühenden Sommerblühern zählt.

Besonderheiten

Die kleinen Samen der Roten Schuppenmiere werden sowohl durch den Wind als auch durch Tiere verbreitet, was ihre weite Ausbreitung begünstigt. Als Pionierpflanze besiedelt sie rasch offene, gestörte Böden und kann sich auf Brachflächen und Ruderalstandorten gut behaupten. Verwechslungen sind möglich mit ähnlichen Schuppenmieren-Arten, etwa der Salz-Schuppenmiere, die jedoch eher an salzhaltigen Standorten vorkommt. Die Art gilt in Deutschland als ungefährdet. Eine wirtschaftliche oder medizinische Nutzung ist nicht bekannt.