Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
Name
Riesen-Goldrute (Solidago gigantea)
Familie
Korbblütler (Asteraceae)
Merkmale
Die Riesen-Goldrute ist eine ausdauernde Staude, die Wuchshöhen von bis zu 200 cm erreichen kann. Charakteristisch sind die rötlichen, glatten und kahlen Stängel, die sie von verwandten Arten unterscheiden. Die lanzettlichen Blätter sind scharf gesägt und dreinervig. Die leuchtend gelben Blütenköpfchen sind in dichten, überhängenden Rispen angeordnet, wobei die Zungenblüten lang und deutlich abstehend sind. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober.
Standort und Verbreitung
Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, ist die Riesen-Goldrute heute in weiten Teilen Europas als Neophyt etabliert. Sie besiedelt bevorzugt feuchte bis frische Standorte wie Flussufer, Auenwälder, Wegränder, Bahndämme und Brachflächen. Die Art verträgt nährstoffreiche Böden gut und meidet trockene oder stark beschattete Standorte. In Deutschland ist sie flächendeckend verbreitet und gilt als invasiv.
Besonderheiten
Ursprünglich als Zierpflanze eingeführt, verwilderte die Riesen-Goldrute rasch und verdrängt heute an vielen Standorten einheimische Pflanzengesellschaften. Sie gilt als invasive Neophytenart und steht in verschiedenen Bundesländern im Fokus von Bekämpfungsmaßnahmen. Eine häufige Verwechslungsart ist die Kanadische Goldrute, die jedoch behaarte und grünliche Stängel aufweist. Die Pflanze ist für Insekten, besonders Bienen und Schmetterlinge, eine wichtige Spätblüher-Nektarquelle. In der Volksmedizin wurde die Goldrute traditionell als harntreibendes Mittel genutzt.