Kleiner Storchschnabel (Geranium pusillum)
Name
Kleiner Storchschnabel, auch Zwergstorchschnabel (Geranium pusillum)
Familie
Storchschnabelgewächse (Geraniaceae)
Merkmale
Der Kleine Storchschnabel ist eine niedrig wachsende, einjährige bis zweijährige Pflanze mit weich behaarten Stängeln und Blättern. Die Blätter sind handförmig geteilt und tief eingeschnitten, mit meist sieben bis neun Lappen. Die Blüten sind klein und zart, von hellvioletter bis rosa-lila Farbe, mit fünf Kronblättern, die an der Spitze leicht ausgerandet sind. Charakteristisch für alle Storchschnäbel ist der schnabelartig verlängerte Fruchtstand, der der gesamten Gattung ihren Namen gibt. Im Vergleich zu anderen heimischen Storchschnabelarten fällt Geranium pusillum durch seine besonders kleinen Blüten und seinen insgesamt zierlichen Wuchs auf.
Standort und Verbreitung
Der Kleine Storchschnabel wächst bevorzugt an Wegrändern, auf Schuttplätzen, in Gärten, auf Äckern und im Siedlungsbereich, aber auch auf Wiesen und Brachflächen. Er bevorzugt nährstoffreiche, oft gestörte Böden und gilt als typische Ruderalpflanze. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet und in Deutschland häufig anzutreffen. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober, womit Geranium pusillum zu den ausdauernd blühenden Wildpflanzen der heimischen Flora zählt.
Besonderheiten
Zur Bestäubung nutzt der Kleine Storchschnabel Insekten, ist jedoch auch zur Selbstbestäubung fähig, was ihm eine erfolgreiche Vermehrung auch ohne Bestäuber sichert. Die reifen Früchte schleudern ihre Samen durch eine federnde Mechanik weit fort, eine Ausbreitungsstrategie, die als Autochorie bezeichnet wird. Verwechslungen sind möglich mit dem Weichen Storchschnabel, einer ähnlichen Art mit ebenfalls kleinen Blüten, die sich jedoch durch Details in Behaarung und Blattform unterscheidet. Der Kleine Storchschnabel gilt als ungiftig und ist in Deutschland nicht gefährdet.