Pastinak (Pastinaca sativa)
Name
Pastinak (Pastinaca sativa)
Familie
Doldenblütler (Apiaceae)
Merkmale
Der Pastinak ist eine kräftige, aufrecht wachsende Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 150 cm erreicht. Die Blätter sind gefiedert mit grob gesägten Blättchen. Charakteristisch ist die kräftige, rübenartige Pfahlwurzel, die cremefarben bis weißlich-gelblich gefärbt ist und einen aromatischen, leicht süßlichen Geruch besitzt. Die Blüten sind klein und leuchtend gelb, sie stehen in zusammengesetzten Dolden. Gezüchtete Kulturformen weisen eine deutlich vergrößerte, fleischigere Wurzel auf als wildwachsende Pflanzen. Die Art ist in Wuchs und Blattform recht variabel und wird daher in mehrere Unterarten gegliedert.
Standort und Verbreitung
Pastinak wächst bevorzugt an Wegrändern, auf Wiesen, Böschungen und Ruderalflächen sowie im landwirtschaftlichen Umfeld. Die Art bevorzugt nährstoffreiche, tiefgründige und mäßig feuchte Böden in sonniger bis halbschattiger Lage. Ursprünglich in Europa und Westasien heimisch, ist Pastinaca sativa heute in weiten Teilen der gemäßigten Zone verbreitet und auch in Nordamerika eingebürgert. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August.
Besonderheiten
Pastinak war in Europa vor der Einführung der Kartoffel ein bedeutendes Grundnahrungsmittel und lieferte stärke- und zuckerreiche Wurzeln. Heute wird er vor allem als Wurzelgemüse und in der Naturküche geschätzt. Zu beachten ist, dass die Pflanze bei Hautkontakt in Verbindung mit Sonnenlicht phototoxische Reaktionen auslösen kann, da sie Furanocumarine enthält. Verwechslungen mit anderen Doldenblütlern, etwa dem giftigen Wasserschierling oder der Hundspetersilie, sind möglich und sollten durch sorgfältige Bestimmung ausgeschlossen werden. Im Garten angebaute Sorten sind in der Regel gut von Wildformen zu unterscheiden.