Hasenglöckchen Hyacinthoides spec.

Hasenglöckchen Zuchtformen und Gartenflüchtlinge

Name

Hyacinthoides spec.

Familie

Asparagaceae

Merkmale

Die Arten der Gattung Hyacinthoides sind ausdauernde Zwiebelgeophyten mit schmalen, lanzettlichen Grundblättern und aufrechten Blütenschäften. Die glockenförmigen Blüten hängen meist nickend und erscheinen in Blautönen, seltener in Weiß oder Rosa. Die einzelnen Blütenblätter sind an der Basis verwachsen und leicht zurückgebogen. Die Arten der Gattung ähneln sich morphologisch stark, sodass eine sichere Bestimmung anhand von Fotos oft schwierig ist. Auch Hybridformen zeigen fließende Übergänge in Blütenfarbe, Blattbreite und Blütenhaltung.

Standort und Verbreitung

Hasenglöckchen besiedeln bevorzugt lichte Laubwälder, Waldränder, Hecken und halbschattige Wiesen. Die Gattung ist ursprünglich im westlichen Europa und auf der Iberischen Halbinsel heimisch, einzelne Arten kommen auch in Nordafrika vor. In Mitteleuropa treten Hasenglöckchen häufig als Gartenflüchtlinge auf und können sich in geeigneten Habitaten einbürgern. Die Blütezeit liegt je nach Art und Standort zwischen April und Juni.

Besonderheiten

Innerhalb der Gattung Hyacinthoides kreuzen sich die Arten untereinander und bilden fertile Hybriden, die Merkmale beider Elternarten vereinen. Dies erschwert die Bestimmung erheblich. Zudem sind zahlreiche Zuchtformen im Handel erhältlich, die als Gartenflüchtlinge in die freie Natur gelangen und dort verwildern. Alle Pflanzenteile der Hasenglöckchen gelten als schwach giftig und sollten nicht verzehrt werden. Die Zwiebeln enthalten Glykoside, die bei Mensch und Tier Magen-Darm-Beschwerden verursachen können. Trotz ihrer Giftigkeit sind Hasenglöckchen beliebte Frühjahrsboten in Gärten und Parks und bieten frühen Bestäubern wie Hummeln und Bienen eine wichtige Nektarquelle.