Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris)
Name
Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris)
Familie
Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae)
Merkmale
Die Kreuzblättrige Wolfsmilch ist eine zweijährige, aufrecht wachsende Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 120 Zentimetern erreichen kann. Charakteristisch ist die kreuzgegenständige Anordnung der blaugrün bereiften, lanzettlichen Blätter, die der Art ihren deutschen Namen verleihen. Der Stängel ist kräftig, unverzweigt und wie alle Pflanzenteile mit einem weißlichen Milchsaft gefüllt. Die Blüten sind unscheinbar gelblich-grün und in typischen Wolfsmilch-Blütenständen (Cyathien) angeordnet. Die Früchte sind dreiteilige Kapseln.
Standort und Verbreitung
Euphorbia lathyris stammt ursprünglich aus Asien und ist in Deutschland als Neophyt eingebürgert. Die Art wächst bevorzugt an nährstoffreichen, gestörten Standorten wie Gartenrändern, Schuttplätzen, Wegrändern und Ruderalflächen. Sie ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropas anzutreffen und wird gelegentlich in Gärten kultiviert, von wo aus sie leicht verwildert. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Juli.
Besonderheiten
Alle Pflanzenteile der Kreuzblättrigen Wolfsmilch sind stark giftig. Der enthaltene Milchsaft kann bei Hautkontakt Reizungen und Entzündungen verursachen, bei Einnahme drohen ernste Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Historisch wurde die Pflanze dennoch als Heilpflanze eingesetzt, etwa gegen Warzen oder als Abführmittel. Heute findet sie allenfalls noch in der Homöopathie Verwendung. Volkstümlich wird sie auch Wühlmauswolfsmilch genannt, da ihr nachgesagt wird, Wühlmäuse aus dem Garten fernzuhalten – ein Effekt, der wissenschaftlich jedoch nicht eindeutig belegt ist. Verwechslungen mit anderen Wolfsmilch-Arten sind möglich, die kreuzständigen Blätter sind jedoch ein zuverlässiges Erkennungsmerkmal.