Heide-Nelke (Dianthus deltoides)

Die Heide-Nelke vermehrt sich auch vegetativ über Ausläufer

Name

Heide-Nelke (Dianthus deltoides)

Familie

Nelkengewächse (Caryophyllaceae)

Merkmale

Die Heide-Nelke ist eine ausdauernde, niedrig wachsende Pflanze, die meist zwischen 15 und 45 Zentimeter hoch wird. Ihre Stängel sind aufrecht bis aufsteigend und leicht rau behaart. Die Blätter sind schmal-lanzettlich und graugrün. Die auffälligen Blüten sind leuchtend rosa bis purpurrot gefärbt, seltener weiß, und zeigen charakteristisch gezähnte Kronblätter sowie oft eine dunklere Zeichnung in der Blütenmitte. Der Kelch ist von schuppenartigen Hochblättern gestützt, was ein typisches Merkmal der Gattung Dianthus ist.

Standort und Verbreitung

Die Heide-Nelke wächst bevorzugt auf mageren, trockenen bis frischen Wiesen, an Wegrändern, auf Ruderalflächen sowie in Heide-Biotopen. Sie bevorzugt sonnige, nährstoffarme und meist sandige oder lehmige Böden mit saurem bis neutralem pH-Wert. Die Art ist in weiten Teilen Europas verbreitet, von den Britischen Inseln bis nach Westasien. In Deutschland kommt sie zerstreut vor, ist jedoch regional rückläufig. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.

Besonderheiten

Die Heide-Nelke vermehrt sich sowohl generativ über Samen als auch vegetativ durch Ausläufer, was ihr eine gewisse Anpassungsfähigkeit verleiht. In der Roten Liste Niedersachsens wird sie mit RL3 als gefährdet eingestuft, was auf den Rückgang magerer Wiesen und Heideflächen durch Nutzungsintensivierung und Nährstoffeintrag zurückzuführen ist. Die Stiftung Naturschutz wählte Dianthus deltoides zur Blume des Jahres 2012, um auf die Gefährdung dieser charakteristischen Offenlandart aufmerksam zu machen. Verwechslungen sind mit ähnlichen Nelkenarten möglich, etwa der Kartäuser-Nelke, die jedoch kräftiger wächst und dichtere Blütenköpfe bildet. Für Schmetterlinge und Wildbienen ist die Heide-Nelke eine wertvolle Nektarquelle.