Borretsch (Borago officinalis)
Name
Borretsch (Borago officinalis)
Familie
Boraginaceae (Raublattgewächse)
Merkmale
Borago officinalis ist eine einjährige, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimetern erreicht. Der gesamte Stängel sowie die Blätter sind dicht mit steifen, weißlichen Borsten besetzt, was der Pflanze ein rau-zottiges Erscheinungsbild verleiht. Die Blätter sind eiförmig bis länglich, die unteren gestielt, die oberen sitzend und stängelumfassend. Besonders auffällig sind die leuchtend blauen, sternförmigen Blüten mit fünf zurückgebogenen Kronblättern und einem markanten, kegelförmigen, schwarzvioletten Staubbeutelkegel in der Mitte. Gelegentlich kommen auch weißblühende Formen vor.
Standort und Verbreitung
Ursprünglich im Mittelmeerraum beheimatet, ist Borago officinalis heute in weiten Teilen Mitteleuropas eingebürgert. In Deutschland wächst die Art bevorzugt auf nährstoffreichen, lockeren Böden in der Nähe menschlicher Siedlungen: auf Schuttplätzen, Wegrändern, in Gärten und auf Brachflächen. Als häufig kultivierte Garten- und Küchenpflanze treten Gartenflüchtlinge regelmäßig auf. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September, in milden Lagen teils auch bis in den Oktober.
Besonderheiten
Borretsch ist unter den Volksnamen Gurkenkraut oder Kukumerkraut bekannt, da Blätter und Blüten einen gurkenähnlichen Geschmack besitzen. In der Küche werden die Blüten als essbare Dekoration und die jungen Blätter traditionell als Würzkraut verwendet. Borretschsamenöl ist reich an Gamma-Linolensäure und wird unter anderem als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Die Pflanze enthält jedoch Pyrrolizidinalkaloide, die gesundheitsschädlich sein können, weshalb insbesondere ein regelmäßiger oder größerer Verzehr von Pflanzenteilen nicht empfohlen wird. Die auffälligen blauen Blüten sind zudem eine wertvolle Nahrungsquelle für zahlreiche Insekten und machen die Art zu einem beliebten Element in Bauerngärten und Wildblumenbeeten.