Filzige Klette (Arctium tomentosum)

Die Filzige Klette (Arctium tomentosum) findet man im Wiesen-Biotop

Name

Filzige Klette (Arctium tomentosum)

Familie

Korbblütler (Asteraceae)

Merkmale

Die Filzige Klette ist eine zweijährige, kräftig wachsende Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 150 cm erreichen kann. Charakteristisch sind die großen, herzförmigen Grundblätter mit filzig-weißlicher Unterseite – daher der Name. Die kugeligen Blütenköpfe sind von einem dichten Geflecht hakiger Hüllblätter umgeben, die sich leicht an Fell oder Kleidung heften. Die Röhrenblüten sind purpurviolett gefärbt. Im Vergleich zur Großen Klette unterscheidet sich die Filzige Klette vor allem durch den deutlich spinnwebig-filzigen Überzug auf den Hüllblättern.

Standort und Verbreitung

Die Filzige Klette wächst bevorzugt an Ackerrändern, auf Ruderalflächen sowie in Wiesen-Biotopen. Sie besiedelt nährstoffreiche, oft gestörte Standorte und ist in weiten Teilen Europas und Asiens verbreitet. In Deutschland zählt sie zu den häufigeren Kletten-Arten. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober. Nach dem Verblühen bleibt die Pflanze als sogenannter Wintersteher noch längere Zeit erhalten, sodass die charakteristischen Klettfrüchte auch im Herbst und Winter gut sichtbar sind.

Besonderheiten

Die hakigen Hüllblätter der Klette dienten dem Schweizer Ingenieur Georges de Mestral als Vorbild für die Erfindung des Klettverschlusses. Die Pflanze gilt als Ausbreitungsspezialist: Ihre Früchte haften an Tieren und Menschen und werden so über weite Strecken verbreitet (Epizoochorie). Wurzeln und junge Blätter der Filzigen Klette wurden traditionell in der Volksmedizin verwendet, etwa bei Hauterkrankungen. Verwechslungen sind mit der Großen Klette und der Kleinen Klette möglich, die ähnliche Standorte besiedeln. Die Art gilt derzeit als nicht gefährdet.