Weißer Steinklee (Melilotus albus)
Name
Weißer Steinklee (Melilotus albus)
Familie
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Merkmale
Der Weiße Steinklee ist eine aufrecht wachsende, ein- bis zweijährige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 150 Zentimetern erreichen kann. Die Stängel sind kräftig, verzweigt und leicht behaart. Die Blätter sind dreiteilig gefiedert mit länglich-ovalen, fein gezähnten Blättchen. Die charakteristischen Blüten sind reinweiß, klein und schmetterlingsförmig, und sitzen in langen, schlanken Trauben. Die Früchte sind kleine, eiförmige Hülsen mit netzartiger Oberfläche.
Standort und Verbreitung
Melilotus albus wächst bevorzugt auf Brachland, an Wegrändern, auf Schuttplätzen und in Kiesgruben. Die Pflanze bevorzugt nährstoffreiche, oft trockene bis mäßig feuchte Standorte mit lockerem, durchlässigem Boden. Sie ist in weiten Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas heimisch und gilt in Nordamerika als eingebürgerte Art. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober. In dieser Zeit wird die Pflanze von zahlreichen Insekten bestäubt, darunter Bienen und Hummeln, für die sie eine wertvolle Nektarquelle darstellt.
Besonderheiten
Der Weiße Steinklee ist auch unter den Namen Bokharaklee oder Weißer Honigklee bekannt. Die Pflanze enthält Cumarin, das ihr einen charakteristischen, süßlichen Duft verleiht. Steinklee-Arten verbessern die Bodenqualität durch Stickstoffbindung mithilfe von Wurzelknöllchenbakterien und werden daher gezielt zur Gründüngung eingesetzt. Als Honigpflanze ist die Art bei Imkern sehr geschätzt. Verwechslungen sind mit dem Gelben Steinklee möglich, der jedoch gelbe Blüten trägt und sich dadurch deutlich unterscheidet. Bei unsachgemäßer Lagerung als Futterpflanze kann das enthaltene Cumarin zu Dicumarol umgewandelt werden, das bei Weidetieren zu Blutungserkrankungen führen kann.