Hopfenklee (Medicago lupulina)

Der Hopfenklee wächst auf Fettwiesen oder an landwirtschaftlichen Nutzflächen

Name

Hopfenklee (Medicago lupulina)

Familie

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Merkmale

Der Hopfenklee ist eine niedrig wachsende, meist einjährige bis kurzlebig ausdauernde Pflanze, die flach am Boden kriecht oder leicht aufsteigt und Wuchshöhen von etwa 10 bis 50 cm erreicht. Die kleinen, leuchtend gelben Schmetterlingsblüten sind in dichten, kugeligen bis eiförmigen Köpfchen angeordnet, die an langen Stielen sitzen. Die Blätter sind dreiteilig gefiedert mit verkehrt-eiförmigen Blättchen, die an der Spitze leicht eingekerbt sind. Die reifen Hülsenfrüchte sind schwarz, nierenförmig und einsamig – sie erinnern entfernt an Hopfenzapfen, was dem Klee seinen deutschen Namen eingebracht hat.

Standort und Verbreitung

Medicago lupulina wächst auf Fettwiesen, an Wegrändern, auf Trockenrasen sowie auf landwirtschaftlichen Nutzflächen. Die Art bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte auf mäßig trockenen bis frischen, nährstoffreichen und oft kalkhaltigen Böden. Sie ist in ganz Europa weit verbreitet und kommt darüber hinaus in weiten Teilen Asiens vor. Als Kulturfolger besiedelt sie auch Ruderalflächen, Böschungen und Ackerränder. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis Oktober.

Besonderheiten

Die Bestäubung erfolgt vor allem durch Bienen sowie durch Zweiflügler, wobei auch Selbstbestäubung möglich ist. Der Hopfenklee ist unter weiteren Namen bekannt, darunter Gelbklee und Hopfen-Luzerne. Als Leguminose bereichert er den Boden durch Stickstoffbindung mithilfe von Knöllchenbakterien an den Wurzeln und gilt daher als wertvolle Pflanze im ökologischen Landbau und als Gründüngung. Er ist eine wichtige Trachtpflanze für Wildbienen und Honigbienen. Verwechslungen sind mit dem Feld-Klee oder anderen gelb blühenden Kleearten möglich, doch die charakteristischen schwarzen, nierenförmigen Früchte machen Medicago lupulina bei näherer Betrachtung gut erkennbar.