Behaartes Knopfkraut (Galinsoga ciliata)

Nach Deutschland wurde das Behaarte Knopfkraut zur Zeit Napoleons eingeschleppt

Name

Behaartes Knopfkraut (Galinsoga ciliata)

Familie

Korbblütler (Asteraceae)

Merkmale

Das Behaarte Knopfkraut ist eine einjährige, aufrecht wachsende Pflanze, die Wuchshöhen von 10 bis 60 cm erreicht. Charakteristisch ist die dichte Behaarung der Stängel und Blätter mit abstehenden, teils drüsigen Haaren – daher der Name. Die gegenständigen Blätter sind eiförmig bis lanzettlich, gesägt und leicht behaart. Die kleinen Blütenkörbchen besitzen fünf weiße Zungenblüten und gelbe Röhrenblüten in der Mitte, was ihnen ein typisches Korbblütler-Aussehen verleiht. Die Pflanze verzweigt sich stark und bildet zahlreiche Blüten.

Standort und Verbreitung

Das Behaarte Knopfkraut besiedelt Wegränder, Ruderalflächen, Äcker und Gärten und gilt als ausgesprochenes Kulturfolger-Unkraut. Es bevorzugt nährstoffreiche, lockere Böden in sonnigen bis halbschattigen Lagen. Ursprünglich aus Südamerika stammend, hat sich die Art mittlerweile in weiten Teilen Mitteleuropas fest etabliert, darunter auch in Niedersachsen. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Oktober, wobei die Pflanze durch ihre kurze Generationszeit mehrere Generationen pro Jahr hervorbringen kann.

Besonderheiten

Der volkstümliche Name Franzosenkraut wird häufig mit der Einschleppung des Kleinblütigen Knopfkrauts nach Deutschland während der Zeit Napoleons in Verbindung gebracht. Das Behaarte Knopfkraut selbst stammt ursprünglich aus Südamerika und ist heute in Mitteleuropa weit verbreitet. Es ist vom ähnlichen Kahlen beziehungsweise Kleinblütigen Knopfkraut anhand seiner stärkeren Behaarung zu unterscheiden. Als Neophyt gilt die Art als etabliertes Ackerunkraut, das in Gärten und auf Feldern hartnäckig wiederkehrt. Die Pflanze ist nicht giftig und wurde in manchen Regionen als Wildgemüse genutzt. Aufgrund ihrer Anpassungsfähigkeit und hohen Samenproduktion ist sie schwer zu bekämpfen.