Wiesen-Gelbstern (Gagea pratensis)

Gagea pratensis wächst an landwirtschaftlichen Nutzflächen

Name

Wiesen-Gelbstern (Gagea pratensis)

Familie

Liliengewächse (Liliaceae)

Merkmale

Der Wiesen-Gelbstern ist eine kleine, ausdauernde Zwiebelpflanze, die Wuchshöhen von etwa 5 bis 20 cm erreicht. Die leuchtend gelben Blüten besitzen sechs Perigonblätter und erscheinen in einer lockeren Dolde von meist zwei bis sieben Einzelblüten. Die Blätter sind schmal-linealisch und rinnig, das grundständige Laubblatt ist deutlich breiter als die Stängelblätter. Die Zwiebel ist von einer grauen bis bräunlichen Hülle umgeben.

Standort und Verbreitung

Gagea pratensis besiedelt bevorzugt landwirtschaftliche Nutzflächen, Wiesen und Weiden, aber auch Wegränder, Dorfanger und lichte Gebüsche auf nährstoffreichen, oft lehmigen bis sandigen Böden. Die Art ist in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas verbreitet, in Deutschland jedoch regional unterschiedlich häufig. Die Blütezeit erstreckt sich von März bis April, wobei die Pflanze nach der Samenreife rasch wieder einzieht.

Besonderheiten

Neben der generativen Vermehrung über Samen bildet der Wiesen-Gelbstern Tochterzwiebeln aus, über die er sich vegetativ ausbreitet. In Niedersachsen steht die Art auf der Vorwarnliste und gilt damit als potenziell gefährdet, vor allem durch den Rückgang extensiv genutzter Wiesen und Weiden. Verwechslungen sind mit anderen Gelbstern-Arten möglich, etwa dem Acker-Gelbstern oder dem Wald-Gelbstern, die sich jedoch in Blattform und Standortansprüchen unterscheiden. Eine wirtschaftliche Nutzung oder Giftigkeit ist für diese Art nicht bekannt.