Gemüse-Spargel (Asparagus officinalis)

Als Gemüse-Spargel wird die Pflanze im großen Stil angebaut

Name

Gemüse-Spargel (Asparagus officinalis)

Familie

Spargelgewächse (Asparagaceae)

Merkmale

Der Gemüse-Spargel ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 150 Zentimetern erreicht. Die oberirdischen Triebe sind aufrecht, stark verzweigt und tragen nadelförmige, weiche Phyllokladien, die den eigentlichen Blättern ähneln. Die Blätter selbst sind zu kleinen Schuppen reduziert. Die Blüten sind glockenförmig, gelblich-weiß und hängen in den Blattachseln. Die Früchte sind auffällige rote Beeren. Geerntet werden die jungen, noch nicht ausgesprossenen Triebe, die je nach Anbauweise weiß (Bleichspargel, unter Erde) oder grün (an der Luft gewachsen) sind.

Standort und Verbreitung

Der Gemüse-Spargel wächst auf sandigen, nährstoffarmen und gut durchlässigen Böden. Er besiedelt Wegränder, Brachland, Siedlungsbereiche und Dünen-Biotope. Ursprünglich im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet, kommt er in Deutschland auch in verwilderter Form vor. Im großen Stil wird er auf Spargelfeldern angebaut, wobei durch gezielte Züchtung zahlreiche regionale Varietäten entstanden sind. Die Blütezeit liegt zwischen Mai und Juli. Die Erntesaison für Spargel beginnt traditionell Mitte April und endet am 24. Juni, dem sogenannten Johannistag.

Besonderheiten

Der Gemüse-Spargel zählt zu den bedeutendsten Gemüsepflanzen Mitteleuropas und wird seit der Antike kultiviert. Die roten Beeren der Pflanze sind für Menschen schwach giftig und können Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Spargel enthält wertvolle Inhaltsstoffe wie Folsäure, Vitamin C und Asparaginsäure, die harntreibend wirkt. Verwechslungen mit ähnlichen Wildspargel-Arten sind möglich, weshalb beim Sammeln in der Natur Vorsicht geboten ist. Durch jahrzehntelange Züchtung entstanden leistungsstarke Sorten wie Gijnlim oder Backlim, die heute im kommerziellen Anbau dominieren.