Wilder Wermut als Heil- und Zauberpflanze

Der Wilde Wermut, auch Gemeiner Beifuß oder Fliegenkraut genannt, gehört zu den ältesten Heil- und Zauberpflanzen Europas – seine Verwendung reicht bis in die Antike zurück. In der Naturheilkunde schätzt man ihn bei Appetitlosigkeit, Blasenentzündungen, müden Beinen und Frauenbeschwerden, denn seine ätherischen Öle und Bitterstoffe regen Verdauung und Stoffwechsel an. Bei den Germanen wurde die Pflanze zu einem Gürtel geflochten und am Körper getragen, um böse Dämonen fernzuhalten. Artemisia vulgaris wächst als robuste Wildpflanze an Wegrändern und Schuttplätzen und ist bis heute ein fester Bestandteil der Volksheilkunde.

Bei den Germanen wurde die Pflanze als Gürtel getragen