Zaun-Wicke (Vicia sepium)
Name
Zaun-Wicke (Vicia sepium)
Familie
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Merkmale
Die Zaun-Wicke ist eine ausdauernde Kletterpflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 120 cm erreicht. Die gefiederten Blätter enden in verzweigten Ranken, mit denen sich die Pflanze an Nachbarpflanzen festhält. Die Blüten erscheinen in kurzen Trauben zu zwei bis sechs Stück und sind schmetterlingsförmig, typisch für die Familie der Hülsenfrüchtler. Ihre Färbung ist blass-violett bis rötlich-lila, oft mit dunkleren Adern. Die Früchte sind schwarze, kahle Hülsen, die bei Reife aufspringen und die Samen ausschleudern.
Standort und Verbreitung
Die Zaun-Wicke wächst an Wegrändern, auf Wiesen, Lichtungen und in Gebüschen und bevorzugt nährstoffreiche, mäßig feuchte Böden. Sie ist in ganz Europa sowie in weiten Teilen Asiens verbreitet und in Mitteleuropa eine häufige Erscheinung in Hecken und Waldrändern. Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juni, gelegentlich auch bis in den Juli hinein.
Besonderheiten
Besonders auffällig ist die Wechselbeziehung der Zaun-Wicke mit Ameisen: Extrafloreale Nektarien an den Blättern locken Ameisen an, die im Gegenzug die Pflanze vor Fraßfeinden schützen. Neben der Samenverbreitung vermehrt sich die Art auch vegetativ über unterirdische Ausläufer, was ihr eine rasche Ausbreitung ermöglicht. Verwechslungen sind mit der Vogel-Wicke und ähnlichen Wicken-Arten möglich, die sich vor allem durch Blütengröße und Blattform unterscheiden. Die Pflanze gilt als leicht giftig, besonders die Samen enthalten Bitterstoffe und sollten nicht verzehrt werden.