Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)

Die Acker-Witwenblume (Knautia arvensis) findet man im Wiesen-Biotop

Name

Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)

Familie

Kardengewächse (Dipsacaceae)

Merkmale

Die Acker-Witwenblume ist eine mehrjährige, aufrecht wachsende Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 80 cm erreicht. Der Stängel ist borstig behaart und trägt gegenständige, fiederteilige Laubblätter. Die charakteristischen Blütenköpfe bestehen aus zahlreichen kleinen Einzelblüten in einem zarten Lila bis Rotviolett, wobei die Randblüten deutlich größer sind als die inneren – ein typisches Merkmal der Skabiosen. Die Blütenköpfe sitzen auf langen, schlanken Stielen und verleihen der Pflanze ein zierliches, leicht wiegendes Erscheinungsbild im Wind.

Standort und Verbreitung

Die Acker-Witwenblume besiedelt bevorzugt Trockenrasen, Magerwiesen, Wegränder und halboffene Wiesen-Biotope. Sie bevorzugt nährstoffarme, kalk- oder basenreiche Böden in sonniger bis halbschattiger Lage. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet und in Deutschland nahezu flächendeckend anzutreffen, wenngleich sie durch den Rückgang extensiv genutzter Wiesen regional seltener geworden ist. Die Blütezeit erstreckt sich von Juli bis Oktober.

Besonderheiten

Die Acker-Witwenblume war früher ein geschätztes Heilkraut: In der Naturheilkunde fand sie Anwendung bei Hauterkrankungen wie Ausschlägen und Ekzemen, in der Homöopathie wird sie bis heute bei Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Die Pflanze ist eine wertvolle Nektarquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge und damit ökologisch bedeutsam. Verwechslungen sind möglich mit der Tauben-Skabiose, einer ähnlichen Art mit kleineren Blütenköpfen. Der volkstümliche Name Wiesenskabiose ist ebenfalls gebräuchlich. Der Name Witwenblume soll auf die dunkle Blütenfarbe anspielen, die traditionell mit Trauer assoziiert wurde.