Vogel-Wicke (Vicia cracca)

Die Vogel-Wicke (Vicia cracca) wächst im Gebüsch oder auf der Wiese

Name

Vogel-Wicke (Vicia cracca)

Familie

Hülsenfrüchtler (Fabaceae)

Merkmale

Die Vogel-Wicke ist eine kletternde, mehrjährige Pflanze mit gefiederten Blättern, deren Endfieder zu einer verzweigten Ranke umgebildet ist. Mit diesen Ranken hält sie sich an benachbarten Pflanzen fest und klettert an ihnen empor. Die Blüten sind blauviolett bis blaulila gefärbt und sitzen in dichten, einseitswendigen Trauben, die bis zu 30 Blüten tragen können. Die Hülsenfrüchte sind kahl und enthalten mehrere Samen. Die Stängel sind kantig und können Längen von bis zu 120 Zentimetern erreichen.

Standort und Verbreitung

Vicia cracca wächst bevorzugt an Waldrändern, in Gebüschen sowie auf Wiesen und Wegrändern. Die Art bevorzugt mäßig feuchte, nährstoffreiche Böden und ist in ganz Europa sowie in weiten Teilen Asiens und Nordamerikas verbreitet. In Deutschland ist sie häufig anzutreffen und gilt als ungefährdet. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August.

Besonderheiten

Die Vogel-Wicke vermehrt sich nicht nur generativ durch Samen, sondern auch vegetativ über unterirdische Ausläufer, was ihr eine effektive Ausbreitung ermöglicht. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, vor allem durch Hummeln und Bienen, die von den nektarreichen Blüten angelockt werden. Als Hülsenfruchtgewächs lebt die Vogel-Wicke in Symbiose mit stickstofffixierenden Knöllchenbakterien an den Wurzeln und bereichert so den Boden. Die Pflanze dient zahlreichen Schmetterlingsraupen als Nahrungsquelle. Verwechslungen sind mit ähnlichen Wickenarten möglich, etwa der Zaunwicke, die jedoch weniger Blüten pro Traube aufweist.