Knollen-Platterbse (Lathyrus tuberosus)
Name
Knollen-Platterbse (Lathyrus tuberosus)
Familie
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Merkmale
Die Knollen-Platterbse ist eine ausdauernde Kletterpflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 120 cm erreicht. Die Stängel sind schmal geflügelt, die Blätter bestehen aus einem Paar elliptischer Fiederblättchen und enden in einer verzweigten Ranke. Die Blüten sind leuchtend purpurrot bis karminrot und erscheinen in lockeren, traubigen Blütenständen mit zwei bis sieben Einzelblüten. Typisch für Hülsenfrüchtler ist der schmetterlingsförmige Blütenaufbau. Unterirdisch bildet die Pflanze kleine, knollenartige Wurzelverdickungen aus, die ihr den deutschen Namen geben.
Standort und Verbreitung
Die Knollen-Platterbse besiedelt Wiesen-Biotope, Ackerränder, Wegränder und Gebüschsäume. Sie bevorzugt nährstoffreiche, lehmige bis tonige Böden in warmen, sonnigen Lagen. Die Art ist in weiten Teilen Europas und Westasiens verbreitet, in Mitteleuropa vor allem in wärmebegünstigten Regionen anzutreffen. In Deutschland gilt sie stellenweise als selten und ist in manchen Bundesländern auf der Vorwarnliste. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis August.
Besonderheiten
Die stärkehaltigen Wurzelknollen der Knollen-Platterbse sind essbar und wurden früher in Teilen Europas als Nahrungsmittel genutzt und kultiviert. Heute wird die Art vor allem als Gründüngungspflanze eingesetzt: Als Leguminose lebt sie in Symbiose mit stickstoffbindenden Knöllchenbakterien und verbessert so die Bodenstruktur und den Stickstoffgehalt. Verwechslungen sind mit anderen rotblühenden Platterbsen-Arten möglich, etwa der Wiesen-Platterbse, die jedoch keine Wurzelknollen ausbildet. Die Art steht in einigen Regionen unter Naturschutz.