Ausdauernder Lein (Linum perenne)
Name
Ausdauernder Lein (Linum perenne)
Familie
Leingewächse (Linaceae)
Merkmale
Der Ausdauernde Lein ist eine mehrjährige, aufrecht wachsende Staude, die Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern erreicht. Die Stängel sind schlank und verzweigt, die Blätter schmal-lanzettlich und wechselständig angeordnet. Die auffälligen Blüten sind himmelblau bis azurblau gefärbt, mit fünf zarten, leicht überlappenden Kronblättern. Sie öffnen sich nur bei Sonnenschein und fallen bereits nach wenigen Stunden ab, sodass täglich neue Blüten nachgebildet werden. Die Früchte sind kleine, kugelige Kapseln.
Standort und Verbreitung
Linum perenne wächst bevorzugt auf Trockenrasen sowie in lichten Kiefernwäldern und besiedelt dabei trockene Sand- oder Steinböden mit geringem Nährstoffgehalt. Die Art ist in Mitteleuropa verbreitet, tritt jedoch insgesamt nur zerstreut bis selten auf. In Deutschland kommt sie vor allem in kontinental geprägten Regionen vor. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli. Die Bestäubung erfolgt durch Insekten, wobei auch Selbstbestäubung möglich ist. Ein Fundort in Niedersachsen ist die Mergelgrube bei Kolenfeld, wo die Art im Juli 2008 nachgewiesen wurde.
Besonderheiten
In Niedersachsen gilt Linum perenne als vom Aussterben bedroht und wird in der Roten Liste mit der höchsten Gefährdungsstufe RL1 geführt. Der Rückgang ist vor allem auf den Verlust geeigneter Magerstandorte durch Nutzungsänderungen und Nährstoffeintrag zurückzuführen. Da die Art als attraktive Zierpflanze im Handel erhältlich ist, sind verwilderte Vorkommen als Gartenflüchtlinge möglich, die bei der Bewertung natürlicher Bestände berücksichtigt werden müssen. Verwechslungen sind mit dem Einjährigen Lein sowie anderen blaublühenden Leinarten möglich.