Gewöhnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare)
Name
Gewöhnliche Kratzdistel (Cirsium vulgare)
Familie
Korbblütler (Asteraceae)
Merkmale
Die Gewöhnliche Kratzdistel ist eine kräftige, zweijährige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 150 Zentimetern erreichen kann. Der Stängel ist auffällig dornig geflügelt und graugrün behaart. Die Blätter sind tief fiederspaltig eingeschnitten, oberseits rau und mit stechenden Dornen besetzt, unterseits weißfilzig. Die Blütenköpfe sind purpurrot bis rotviolett gefärbt und von einem kugeligen bis eiförmigen Hüllkelch umgeben, dessen Hüllblätter in lange, stechende Dornen auslaufen. Die Blüten selbst sind röhrenförmig und duften leicht süßlich.
Standort und Verbreitung
Die Gewöhnliche Kratzdistel besiedelt nährstoffreiche Standorte wie Weiden, Wiesen-Biotope, Lichtungen und Wegränder. Sie bevorzugt gestörte, offene Böden mit guter Nährstoffversorgung und ist in ganz Europa sowie in weiten Teilen Asiens und Nordafrikas verbreitet. In Nordamerika und Australien gilt sie als eingeschleppter Neophyt. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis September.
Besonderheiten
Nach der Fremdbestäubung durch Insekten entwickeln sich die Früchte, deren Samen mit einem federartigen Pappus ausgestattet sind und überwiegend durch den Wind verbreitet werden. Die Art ist eine wichtige Nektarquelle für Schmetterlinge, Bienen und Hummeln. Verwechslungen sind möglich mit der Sumpf-Kratzdistel oder der Acker-Kratzdistel, die jedoch ungefügeltere Stängel und abweichende Blattformen aufweisen. Die Gewöhnliche Kratzdistel gilt in der Landwirtschaft als Problemunkraut auf Weiden, da sie von Weidetieren gemieden wird und sich auf überweideten Flächen stark ausbreiten kann.