Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
Name
Gewöhnlicher Hornklee (Lotus corniculatus)
Familie
Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Merkmale
Der Gewöhnliche Hornklee ist eine niedrig wachsende, ausdauernde Staude, die meist liegend oder aufsteigend wächst und Wuchshöhen von 5 bis 40 cm erreicht. Die Blätter sind gefiedert und bestehen aus fünf Blättchen, wobei zwei davon nebenblattartig am Stiel sitzen. Die leuchtend gelben Schmetterlingsblüten erscheinen in doldenartigen Köpfchen von meist drei bis sieben Einzelblüten. Häufig sind die Knospen und Blüten rötlich überhaucht, was der Pflanze ein zweifarbiges Erscheinungsbild verleiht. Die reifen Früchte sind schlanke, zylindrische Hülsen, die dem Hornklee seinen Namen geben.
Standort und Verbreitung
Der Gewöhnliche Hornklee wächst auf Trockenrasen, an Wegrändern, in Steinbrüchen und auf Wiesen. Er bevorzugt magere, gut durchlässige Böden und ist sowohl auf Kalk- als auch auf sandigen Böden anzutreffen. Die Art ist in ganz Europa weit verbreitet und kommt von der Tiefebene bis in mittlere Gebirgslagen vor. Die Blütezeit erstreckt sich von Mai bis September. Das abgebildete Exemplar wurde im August 2009 am Mittellandkanal bei Kolenfeld gefunden.
Besonderheiten
Die Blüten werden vor allem von Bienen und Hummeln bestäubt, die als Hauptbestäuber gelten. Die Blätter dienen verschiedenen Falter-Raupen als wichtige Futterquelle, darunter Raupen des Kleinen Feuerfalters und des Hauhechel-Bläulings. Als Leguminose bereichert der Hornklee den Boden durch Stickstoffbindung mithilfe von Wurzelknöllchenbakterien. Die Pflanze enthält cyanogene Glykoside und ist in größeren Mengen für Weidetiere potenziell schädlich. Im Gartenbau wird er gelegentlich als Bodendecker oder Bestandteil von Blühwiesen eingesetzt. Verwechslungen sind mit ähnlichen Hornklee-Arten möglich, etwa dem Sumpf-Hornklee, der jedoch feuchte Standorte bevorzugt.