Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens)

Ein wichtiges Erkennungsmerkmal sind die schmalen Laubblätter

Name

Schmalblättriges Greiskraut (Senecio inaequidens)

Familie

Korbblütler (Asteraceae)

Merkmale

Das Schmalblättrige Greiskraut ist ein ausdauerndes, buschig verzweigtes Kraut oder Halbstrauch, das Wuchshöhen von 20 bis 60 Zentimetern erreicht. Charakteristisch sind die namensgebenden schmalen, linealischen Laubblätter mit unregelmäßig gezähntem Rand. Die leuchtend gelben Blütenkörbchen ähneln kleinen Margeriten und sitzen zahlreich an den Triebspitzen. Die Zungenblüten sind strahlend gelb, ebenso die röhrenförmigen Scheibenblüten in der Körbchenmitte.

Standort und Verbreitung

Ursprünglich stammt Senecio inaequidens aus Südafrika, wo die Art in Gebirgsregionen heimisch ist. Nach Europa gelangte sie als Neophyt, vermutlich eingeschleppt über Wollimporte im 19. Jahrhundert. In Deutschland hat sie sich inzwischen weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Ruderalstandorte wie Bahngleise, Straßenränder, Kiesgruben, Schuttflächen und Industriebrachen. Die Art gilt als ausgesprochen wärmeliebend und profitiert vom Klimawandel. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis November und ist damit ungewöhnlich lang.

Besonderheiten

Das Schmalblättrige Greiskraut enthält Pyrrolizidinalkaloide, die für Mensch und Tier giftig sind. Besonders gefährdet sind Weidetiere wie Pferde und Rinder, bei denen die Aufnahme zu schweren Leberschäden führen kann. Die Art gilt als invasiver Neophyt und verdrängt an manchen Standorten einheimische Pflanzengesellschaften. Trotz ihrer Giftigkeit wird sie von verschiedenen Insekten, darunter Bienen und Schmetterlinge, als späte Nektarquelle genutzt. Verwechslungen sind mit anderen gelb blühenden Greiskraut-Arten möglich, die jedoch meist breitere Blätter aufweisen.